Das muss sich ändern!

 

Das muss sich ändern!

Hier möchte ich auf negative (unschöne und gefährliche) Dinge aufmerksam machen, die absolut kein Aushängeschild für Halver sind. Im Gegenteil, sie könnten im Extremfall sogar Leib und Leben gefährden. Entsprechende brenzlige Situationen gab es schon oft genug. Stadt Halver, Ordnungsamt und Polizei – aber auch die Bürger – sind da gefordert, denn Abhilfe ist dringend erforderlich!


 


Die Mülltonnen auf den Gehwegen

Halvers Müllentsorgung stellt einmal mehr die Gruppe der Rollstuhlfahrer und gehbehinderten Rolli-Nutzer gleichermaßen wie die Personen mit Kinderwagen vor große Probleme. Auf schmalen Gehwegen stehende Mülltonnen machen es diesen Personen (insbesondere den Rollstuhlfahrern) oft unmöglich vorbeizukommen.

Die beiden Fotos verdeutlichen diese Situation bestens. Ein Zustand, der normalerweise nicht von einer Stadtverwaltung geduldet werden sollte! Oft lässt sich so ein Problem schon vermeiden, wenn die Mülltonnen nur ein paar Meter weiter platziert werden. Der Rollstuhlfahrer, Rolli-Nutzer oder auch Personen mit Kinderwagen werden durch solche Gehweg-Blockaden quasi gezwungen die hohe Bordsteinkante herunter zu fahren, dabei ein Umkippen zu riskieren, das Hindernis auf der oft stark befahrenben Straße zu umgehen und anschließend wieder die hohe Bordsteinkante hinauf zu fahren, was für Rollstuhlfahrer schier unmöglich sein kann.

Die Fotos sind nur zwei Beispiele von vielen. Solche „Mülltonnen-Engpässe“ gibt es an jedem Abfuhrtag zu Dutzenden in der ganzen Stadt. Hier sind vor allem die Hauseigentümer und/oder Mieter gefragt, die die Mülltonnen an die Straße stellen. „Stellt diese bitte so auf, dass auch ein Rollstuhlfahrer, ein Rolli-Nutzer und ein Kinderwagen noch problemlos vorbeifahren kann! Notfalls auch mal ein paar Schritte weiter laufen!“


Das rücksichtslose Gehwegparken

Gehwegparker - Solche Verkehrsteilnehmer gibt es zum Leidwesen aller Fußgänger, insbesondere aber der Gehbehinderten und Rolli-Nutzer, Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen und auch generell kleinen Kindern leider überall und immer wieder. Diese rücksichtslosen Zeitgenossen der Gehwegparker parken Gehwege so zu, dass sie die Fußgänger und vor allem Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Rollis auf die Straße zwingen - und das nicht selten unter Lebensgefahr!

Im gezeigten Beispiel parkte eine „Dame“ ihren Mercedes so auf dem Gehweg, dass wir (meine im Rollstuhl sitzende Frau und ich) nicht mehr zwischen Fahrzeug und Treppe durchkamen sondern über die stark befahrene Frankfurter Straße an der Falschparkerin mit dem Rollstuhl vorbei mussten. Übrigens: Gleichzeitig mit uns kam eine zweite Rollstuhlfahrerin hier an, die ebenfalls auf die Straße ausweichen musste. Für solch unverschämtes Verhalten im Straßenverkehr haben wir absolut kein Verständnis! Die Fahrerin, die währenddessen zu ihrem Auto kam, meckerte uns noch an weil wir das rücksichtslose Verhalten nicht tolerierten. Von Einsicht war bei ihr nicht die geringste Spur. 


Die Gehwegfahrer im Herpiner Weg

Der Problem-Gehweg im Herpiner Weg ist das Stück Bürgersteig entlang der Mauer des Jung-Boucke-Geländes. Dieser wird immer wieder illegal als Parkplatz missbraucht und ist auch als Rennstrecke (nicht nur bei Radfahrern) sehr beliebt. Auch Auto- und Motorradfahrer benutzen dieses Gehwegstück gerne als Rennstrecke und fahren auf dem Gehweg ebenfalls gut und gerne mal mit 50 km/h. Oft kommt gerade Gegenverkehr von oben herab. Man will diesen nicht abwarten und weicht dann verbotener Weise auf den Gehweg aus. Meistens sind es sogar Anlieger aus dem Nahbereich, da man dabei oft immer wieder dieselben Fahrzeuge sieht. Extremstes Negativbeispiel das bisher beobachtet wurde war ein Motorradfahrer aus der Nachbarschaft. Nicht das der mit dem wohl im ganzen Märkischen Kreis am lautesten knatternden Gefährt herumdüst (eine startende A380 ist fast schon leiser); er fährt ebenfalls gerne auf dem Gehweg. Am Sontag (08.03.2015) innerhalb von ca. einer Stunde (mindestens) ganze fünfmal rauf und viermal runter (siehe Foto).


Der Rathauspark

Der Park ist zu einer Müllhalde und einem Saufparadies verkommen. Eine weitere unangenehme Folge: Es ist ebenfalls bereits eine Kloake für Wildpinkler. Und das quasi unter den Augen der Stadtverwaltung, denn das Rathaus liegt direkt gegenüber. Wünschenswert wäre, trotz des geplanten neuen Stadtparks, der Erhalt des Rathausparks. Wir haben schon viel zu viele Grünflächen für immer verloren.

Es muss in dieser Angelegenheit dringend von Seiten der Stadt endlich einmal schnell und konsequent durchgegriffen werden und das öffentliche Saufen, Pinkeln und Vermüllen des Parks drastisch geahndet werden. Zum Thema siehe auch hier: RathausparkDas Foto (© Axel Ertelt) zeigt nur ein Beispiel von vielen.


Das Kopfsteinpflaster (Straße und Gehweg) in der Frankfurter Straße

Das Kopfsteinpflaster in der Frankfurter Straße, im Bereich des Alten Marktes, ist eine Zumutung für alle Gehbehinderten, Rolli-Nutzer, Rollstuhlfahrer und auch für Personen mit Kinderwagen. Auch nach der letzten Verfugung des Pflasters hat sich daran so gut wie nichts geändert - zumal die Verfugung teilweise bereits seit Langem wieder bröckelt und neue Löcher entstehen.

Hier ist nicht nur eine extreme Behinderung für die genannten Personengruppen, sondern es besteht auch eine extrem erhöhte Unfallgefahr für alle Fußgänger. Besonders unangenehm für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ist das Pflaster bei öffentlichen Großveranstaltungen wie die Halveraner Kirmes, der Halveraner Herbst oder auch nur am freitäglichen Wochenmarkt...

Foto (© Axel Ertelt): 2 Rollstuhlfahrer quälen sich bei der Kirmes 2014 übers Pflaster.

Daran wird sich auch durch die bevorstehende Sanierung des Alten Marktes nichts ändern, weil diese ausschließlich die Seite am Alten Markt und maximal einen kleinen Überweg über die Straße beinhaltet! Hier musste eine vernünftige, barrierefreie Lösung einmal mehr zurückstecken.


Das rücksichtslose und verbotene Radfahren auf Gehwegen

Die Beschwerden über das verbotene Befahren von Gehwegen mit einem Fahrrad durch Erwachsene häufen sich – auch in Halver! Auch hier ist enormer und dringender Handlungsbedarf durch Ordnungsamt und Polizei notwendig. Vor allem Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer sowie Kinder und Personen mit Kinderwagen werden dadurch nicht nur massiv behindert, sondern auch ganz erheblich gefährdet. Es gilt von Rechts wegen:

1. Ein Gehweg, im Volksmund auch Bürgersteig, darf mit einem Fahrrad von Kindern befahren werden, die das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Aus Sicherheitsgründen müssen Kinder bis 8 Jahre beim Radfahren einen Gehweg benutzen. Seit Dezember 2016 gibt es eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, Dabei ist neu, dass Kinder unter acht Jahren auch auf Radwegen fahren dürfen, wenn diese baulich von der Fahrbahn getrennt sind. Für einfache Radfahr- und Schutzstreifen auf der Straße (z.B. Tannenweg-Hagedornstraße) gilt dies nicht!

2. Personen, die älter als 10 Jahre sind, dürfen auf einem Gehweg nicht mehr mit dem Fahrrad fahren. Dies ist nicht nur laut Straßenverkehrsordnung verboten, sondern wird auch nach dem Bußgeldkatalog mit mindestens 15,00 € geahndet.

3. Ausnahmen davon sind ausschließlich zugelassen, wenn eine entsprechende Beschilderung die (Mit-) Benutzung des Gehweges erlaubt oder dies durch eine optische Unterteilung des Weges (in einen Gehweg- und einen Radfahrbereich) und deutlicher Symbole als Bodenmarkierung zulässt.

4. Ebenfalls neu ist: Seit Dezember 2016 dürfen Eltern jetzt gemeinsam mit ihren Kindern (bis acht Jahre) auf dem Gehweg Fahrradfahren – aber es gilt dabei: Pro Kind nur eine Begleitperson (im Alter von mindestens 16 Jahren)! Weitere Begleiter über zehn Jahre müssen auf der Straße fahren.

Besonders oft begegnen uns ältere, unverantwortliche Radfahrer auf den Gehwegen in der oberen Frankfurter Straße (s. Foto, © Axel Ertelt) zwischen Schützenstraße und Karlshöhe sowie im Herpiner  Weg.

„Fahren in der nicht freigegebenen Fußgängerzone oder auf dem Gehweg“ kostet Bußgeld von mindestens 15,00 € falls dabei niemand behindert wurde. Bei gleichzeitiger Behinderung anderer erhöht sich das Bußgeld auf 20,00 €, wenn andere gefährdet werden auf 25,00 €. Wird ein Unfall vom Radfahrer verschuldet und/oder beim Fahren auf dem Gehweg bzw. in der Fußgängerzone ein Sachschaden verursacht, so beträgt das Bußgeld 30,00 €. Zusätzlich muss der Radfahrer natürlich für den verursachten Schaden aufkommen.

Auch eine illegale Unsitte, die wir vor allem an den Ampelkreuzungen Frankfurter Straße/Herpiner Weg und in der Stadt an der Kreuzung Frankfurter Straße/Bahnhofstraße oft beobachten müssen ist, dass Radfahrer bei roter Ampel vor dieser auf den Gehweg fahren und die Querstraße bei grüner Fußgängerampel überfahren um nach der Ampel wieder auf die Straße zu radeln. Wenn Radfahrer eine Fußgängerampel benutzen müssen sie dies zu Fuß tun und das Fahrrad schieben. Ansonsten kostet es ebenfalls ein Bußgeld!


 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 18.02.2017 16:40:51 Uhr.

 

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