Das SchienenTaxi

 
Beschreibung und Kurzexpose zum in Arbeit befindlichen Buch
mit dem nachstehenden Arbeitstitel
 
Axel Ertelt
 
Mobilität auf dem Abstellgleis
Von der Dampflok zum SchienenTaxi
 
Unter Mitarbeit von:
Friedrich-Wilhelm Kugel,
Dipl.-Hdl. OStR. a. D. Klaus Westensee
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Liesenkötter
 
 Inhaltsverzeichnis
 
       Vorwort
01.  Anfang und Geschichte der Eisenbahn
       Frühgeschichte der Eisenbahn
       Industrielle Revolution
       Entwicklungsgeschichte der Lokomotive
       Beginn der Eisenbahn in Deutschland
       Entwicklung von Eisenbahnsystemen
02.  Verstaatlichung der Eisenbahn für Kriegszwecke
       Über die Länderbahnen zur Deutschen Reichsbahn
       Bedeutung der Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg
03.  Die Deutsche Bundesbahn bis zur Privatisierung
       Zusammenschluss von Reichsbahn und Bundesbahn
       Privatisierung in England
       Privatisierung der DB und Regionalisierung
       Allgemeines Eisenbahngesetz und Eisenbahnbetriebsordnung
04.  Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße
       Vernachlässigung und Abbau von Nebenstrecken
       Politisch bevorzugt: Radwege statt Bahntrassen
       Ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen
       Vergleich mit anderen Ländern Europas
       Schienenabbau ist Vernichtung von Volksvermögen
05.  Der Schienenbus hätte Nebenstrecken retten können
       Schienenbusse waren erfolgreich
       Ende der Schienenbusse wegen unzureichender Sicherheitsmaßnahmen
       Bedeutung und Abbau von Nebenstrecken am Beispiel Halver (NRW)
       Die letzten Züge auf der Strecke
06.  Bemühungen um den Erhalt der Bahnstrecke nach Halver
       Der Bergisch-Märkische Eisenbahn-Verein (BME)
       Gründung der Schleifkottenbahn GmbH
07.  Aktivitäten der Schleifkottenbahn GmbH in Halver
       Letzte Transportaufträge und Erhalt der Strecke
08.  Politik für Güterverkehr auf der Straße
       Statt „Güter von der Straße auf die Schiene“ kam MORA C
       Ein rentabler Güterumschlag auf Nebenstrecken wäre nötig
       Fehlentscheidungen bewirken „Mehr Güter auf die Straße“
       Gigaliner-Feldversuch für die LKW-Industrie und –Logistik
       Mögliche Probleme bei höherer Straßenbelastung durch LKW
09.  Das Projekt Container-Lift System Kugel
       Einfach zu bedienender kostengünstiger Container-Umschlag
10.  Stadt Halver gegen Güterverkehr westlich vom Bahnhof
       Landrat äußert sich positiv zur Schleifkottenbahn
       Die CDU-Fraktion möchte den Schienenabbau am Bahnhof
       Auch die Baugenossenschaft will auf dem Bahngelände bauen
       Widerstand der Stadt gegen die Pläne der Schleifkottenbahn
       Einigung und Kompromiss stellt keinen richtig zufrieden
       Stadt kauft das Bahngelände – Aus für den Schienengüterverkehr
       Schleifkottenbahn als Teststrecke für neue Technologien
       Bahngelände und Schienenstrecke aus Sicht der Bürgermeister
11.  Das Projekt SchienenTaxi
       Studien und Vorarbeiten zum „Bahnmobil“ in Halver
       Die „Idee SchienenTaxi“ der Fachhochschule Augsburg
       Das SchienenTaxi auf der Forschungsschau IFF 1993
       Keine Fördergelder für die Entwicklung an der Fachhochschule
       Das Hinderniserkennungssystem „Radar um die Kurve“
       Interesse in und außerhalb Europas
       Der Radartest auf der Schleifkottenbahn
       Das SchienenTaxi und die Kosten im Vergleich zum Kleinbus
       Geplante Aktivitäten bis und in Brügge
       Das SchienenTaxi in der Öffentlichkeit
       Zum Scheitern verurteilt? – Das Paderborner Railcab
12.  Die Problemlösung des Begegnungsverkehrs
       Eine völlig neuartige Konstruktion
       Die Aktion Weichenklau
13.  Das autonome Fahren auf der Straße
14.  Das autonome Fahren auf der Schiene
15.  Warum das SchienenTaxi scheiterte
       Noch mehr Unsinniges aus dem Verkehrsministerium NRW
       Das Scheitern aus der Sicht von Prof. Dr.-Ing. Liesenkötter
       Versuch einer ausführlicheren Analyse zum Scheitern
       War dies das Ende für das SchienenTaxi?
16.  Ein Ausblick auf die Zukunft
       So hätte es schon lange sein können
       So hätte die Strecke für das Halveraner SchienenTaxi sein können
       Das SchienenTaxi von Halver im Einsatz
       Aber die autonom fahrenden Straßenfahrzeuge werden entwickelt
       Anhänge
       01: Cart Ruts – Gab es Schienenverkehr in der Vorzeit?
       02: Wie kam es zur Katastrophe von Dahlerau?
       03: CargoSprinter und CargoMover
       04: Das Railcab – Schienentaxi aus Paderborn
       05: Das Zayataler Schienentaxi
       06: Das Hochbahn-Schienentaxi in Schweden
       07: Das BahnTaxi war kein Schienenfahrzeug
       08: Das Railtaxi aus Ingolstadt
       Verzeichnis von im Schienenverkehr benutzten Abkürzungen
       Dank
       Literatur- und Quellenverzeichnis
 
Anhand des obigen Arbeitstitels und des vorstehenden, vorläufigen Inhaltsverzeichnisses kann man einen ersten Einblick in die Thematik und den späteren Inhalt des Buches ersehen.
 
Hintergrund:
 
Seit etlichen Jahren legt die DB immer mehr Nebenstrecken still, weil diese durch die großen, schweren Züge nicht mehr wirtschaftlich bedient werden können. Dies betrifft sowohl den Personen-, als auch den Güterverkehr.
 
Viele dieser Nebenstrecken sind schon komplett abgebaut worden. Auf solchen demontierten Strecken errichten die Städte und Gemeinden – in Ermangelung besserer Ideen – Radwege.
 
Seit Jahrzehnten macht der LKW- und Busverkehr der DB schwere Konkurrenz, weil der Verkehr auf der Straße von der Politik bevorzugt wird und auch deutlich günstiger kommt. Das hat auch die DB erkannt und macht sich nun schon seit Jahren auf der Straße auch selber Konkurrenz. Das sind nicht nur die sogenannten Bahnbusse im Nahverkehr, sondern inzwischen auch Fernbusse und im Frachtverkehr mit der eigenen Großspedition DB-Schenker.
 
Die Forderung wieder „mehr Güter auf die Schiene“ zu bringen bleibt dabei auf der Strecke – und damit auch unsere Umwelt. Zudem werden von der Politik inzwischen sogenannte Gigaliner bevorzugt und getestet. Das sind LKWs mit einer Gesamtlänge von bis zu 25,25 Meter. Herkömmliche LKWs mit Anhänger sind maximal 18,75 Meter und herkömmliche Sattelzüge 16,5 Meter lang. Und selbst die einst so glorreiche Sparte der Autoreisezüge wird nun endgültig auch auf den letzten Strecken beendet.
 
Bis sich die Bürger nach dem zweiten Weltkrieg ein Auto leisten konnten, weil sie sich zunächst nur ein Fahrrad, Kleinmotorrad oder Kleinwagen leisten konnten, hatte die DB ein Monopol für den Personenverkehr, die großen, schweren und alten Fahrzeuge waren überfüllt.
 
Im Güterverkehr konnte die DB mit speziellen Fahrzeugen „von Haus zu Haus“ unter Einbindung von Bahnspeditionen, die vor Ort engen Kontakt mit den Versendern als Zubringer der DB hatten, ihre Nähe zum Kunden nutzen. Wenn die DB den Transport von A nach B ausgeführt hatte, waren da dann wieder Bahnspediteure, die Kaufmannsgüter verteilt und angesammelt haben.
 
Eine ganz entscheidende Verschlechterung ergab sich jedoch nach der „Aktion Weichenklau“ und ihren verheerenden Konsequenzen. Dazu kam der Verzicht der DB auf viele Nebenbahnstrecken und damit auf ihre Möglichkeiten, dort noch Verkehr auf der Schiene durchzuführen.
 
Kein Wunder, dass auch große Firmen, die einst sogar direkte Gleisanbindungen zum Firmengelände hatten, lieber kostengünstiger über die Straße transportieren lassen. Zumal die DB inzwischen auch nur noch wenige, weit auseinander liegende Frachtzentren – teilweise sogar ohne Gleisanbindung – mit großer, schwerer und teurer Technik hat. Ein Umdenken muss her!
 
Der „Container-Lift System Kugel“
 
Der „Container-Lift System Kugel“ wurde entwickelt um kostengünstig Frachtcontainer vom LKW auf die Schiene bzw. auch von der Schiene auf den LKW verladen zu können. Dafür hätte man ein Schienenstück von nur (ab) 50 Meter benötigt. Somit wäre der „Container-Lift System Kugel“ praktisch überall einsatzfähig gewesen.
 
Auf dem Halveraner Bahnhofsgelände sollte im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs auf einer der dort vorhandenen Rangier- und Verladungsschienen auch eine Versuchsanlage des „Container-Lift System Kugel“ als Prototyp aufgebaut werden. Doch das war bei Halvers Stadtvätern nicht gewollt, die viel lieber an dieser Stelle die Schienen abbauen und dort ein Einkaufszentrum mit Wohneinheiten errichten wollten. Und das versuchten sie permanent durchzusetzen – und inzwischen auch erfolgreich. Derzeit wird gerade die Infrastruktur dazu errichtet und die Schienen sind abgebaut. Ein großes Volksvermögen wurde von der Stadt Halver vernichtet.
 
Das SchienenTaxi
 
Friedrich-Wilhelm Kugel hatte die Idee auf der noch vorhandenen Reststrecke der ehemals stolzen Halveraner Eisenbahn ein SchienenTaxi in kleiner und leichter Ausfertigung nach dem Vorbild eines Kleinbusses aus der Autobranche einzusetzen.
 
Fast gleichzeitig hatte Prof. Dr.-Ing. Bernhard Liesenkötter von der HS Augsburg die gleiche Idee. Liesenkötter entwickelte auch ein Radarsystem, dass um die Kurve sehen konnte. Somit hätten die SchienenTaxis autonom, ohne Fahrer, eingesetzt werden können.
 
Beide, Kugel und Liesenkötter, taten sich mit ihren Projekten zusammen. Trotz intensiver Bemühungen um Forschungsgelder oder Interessenten aus Wirtschaft und Politik kam es leider nie zu einem echten Prototyp. Ein erster Versuchsträger (umgebauter Kastenwagen) fuhr allerdings sehr erfolgreich auf der Schiene.
 
Klaus Westensee entwickelte im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Schleifkottenbahn GmbH auch eine spezielle Weichenkonstruktion ohne bewegliche Teile (!) für eingleisige Strecken, die den kostengünstigen dicht getakteten Gegenverkehr erlaubt. Die Schleifkottenbahn GmbH wollte ursprünglich sowohl den Containerlift als auch das SchienenTaxi zur Serienreife entwickeln und vermarkten.
 
Doch unsinnige Bestimmungen, die für die großen und schweren Eisenbahnen gelten, sollten auch für die Genehmigung einer Versuchsstrecke und für das Leichtgewicht SchienenTaxi angewandt werden. Angesichts dieses Dilemmas war das Scheitern des Projektes vorprogrammiert. Es war offenbar politisch nicht gewollt.
 
Gleichzeitig arbeiteten Forscher der Universität Paderborn an einem ähnlichen Projekt, dem Railcab. Auch hier kam es – sogar trotz staatlicher Förderung – nicht zu einem Durchbruch.
 
Das Buch zeigt auf, was hier mit den neuen Technologien alles bewirkt hätte werden können und warum es nicht dazu kam. – Es gibt aber gleichzeitig wichtige Informationen für die Entwickler und Forscher von Morgen, die hier gerne weitermachen wollen. Sie können sich gerne mit den Erfindern der Technologie in Verbindung setzen. Und vielleicht gibt es das SchienenTaxi dann ja doch irgendwann einmal um so die Mobilität der Bevölkerung in der Region verbessern zu können und Energie zu sparen und so die Umwelt zu schonen…
 
Anwendungsbeispiele gäbe es viele! Eines kann auch in der Stadt Wasserburg gesehen werden, siehe: http://probahn-wasserburg.de/altstadtbahn/vorgeschichte.
 
Zusätzliche Infos:
 
Weiterführende Informationen zum Schienentaxi:
http://www.schienen-taxi.de/
Weiterführende Informationen über Dr. Liesenkötter und seine Arbeiten:
http://www.rfc-liesenkoetter.de/
Weiterführende Informationen über die Entwicklung des Halveraner Bahngeländes:
http://mein-halver.npage.de/das-neue-einkaufszentrum.html
Weiterführende Informationen über die Geschichte der Eisenbahn in Halver:
http://mein-halver.npage.de/halvers-schienenverkehr.html
 

Zum Pressespiegel SchienenTaxi ⇒
 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 03.02.2017 14:04:07 Uhr.

 


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