Die Büchermühle

 

Die Büchermühle

 

Die Büchermühle geographisch

Büchermühle ist sowohl der Name einer ehemaligen Wassermühle, als auch eine Ortsbezeichnung in Halver. Die Büchermühle liegt auf 340 Meter über NHN [1] im westlichen Bereich außerhalb des Stadtzentrums von Halver. Die Mühle und der Ortsbereich Büchermühle sind über eine kleine Zufahrt erreichbar, die zwischen Halver und Halver-Schwenke bei Niederennepe, im Wiesental der Ennepe, von der Bundesstraße B229 abzweigt.

Die Büchermühle wird gespeist von der Ennepe, die auch den Betrieb der Löhrmühle sicherstellte. Die Ennepe ist ein Natur belassener kleiner Fluss, der zur Hälfte durch landwirtschaftliche Flächen fließt und relativ klares Wasser mit sich führt. An der Büchermühle fließt das Wasser der Ennepe direkt in das alte Mühlengebäude, wo sich ein kleines Wasserkraftwerk befindet. Dieses wird noch heute von dem Wasserrad der Mühle angetrieben und erzeugt mittels eines Generators elektrischen Strom.

 

Die Mühlengeschichte

Im Jahre 1540 wurde die Büchermühle erstmals urkundlich erwähnt. Die Entstehung der heutigen Siedlung Büchermühle wird allerdings bereits im Bereich zwischen den Jahren 1400 und 1500 vermutet, was dann in der Folge der späten mittelalterlichen Ausbauperiode gewesen wäre, wie der Heimatforscher Alfred Jung berichtete. Die Büchermühle ist ein Abspliss der ehemaligen Hofschaft Büchen. 1938 hieß sie Beuckermühle und gehörte der Eickhöfer Bauernschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an. Zu dieser Zeit besaß der im Regierungsbezirk Arnsberg als Malmühle an der Ennepe kategorisierte Ort zwei Wohnhäuser und eine Fabrik/Mühle.

1818 waren dort sechs Einwohner und 1838 acht Einwohner (alle ev. Glaubens) registriert. Und das Gemeindelexikon der Provinz Westfalen aus dem Jahre 1887 berichtet von fünf Einwohnern, die in einem Wohnhaus lebten.

 

Spezialist für erneuerbare Energien

Heute ist in der Mühle das ISO-zertifizierte Familienunternehmen Elektro Niggeloh GmbH & Co. KG (Büchermühle 1, 58553 Halver) untergebracht, das von Günter Niggeloh und seinem Sohn Gerd Niggeloh geleitet wird. Das Unternehmen hat sich neben den üblichen elektrischen Installationen auch auf erneuerbare Energien spezialisiert. So wird zum Beispiel von der Firma auch das Wasserrad betrieben. Zudem betreibt sie eine Hackschnitzelheizung und einen Energiespeicher. Bereits seit vielen Jahren ist Elektro Niggeloh auch Betreiber von Photovoltaikanlagen. Interessierten Kunden bietet das Unternehmen eine entsprechende Beratung und Besichtigungsmöglichkeit nach Vereinbarung vor Ort.

 

Manufaktur Büchermühle

In der Büchermühle befindet sich heute ebenfalls ein kleiner Hofladen, die Manufaktur Büchermühle (Büchermühle 2, 58553 Halver). Sie wird betrieben von Frau Anne Christin Niggeloh und wurde am 16. Juli 2016 mit einem Hoffest eröffnet. Zur Eröffnung gab es Waffeln und hausgemachte Kuchen mit Kaffee oder Kaltgetränken. Seitdem ist die Manufaktur Büchermühle jeden Samstag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Im Angebot sind Konfitüren, Gelees, Liköre, Öle und kleine, kreative Geschenkideen.

 

Literatur- und Quellenverzeichnis

Elektro Niggeloh GmbH & CO. KG: „Startseite“www.elektro-niggeloh.de, [10.09.2016]
Finger, Benny: „Lieferant für ,gutes Wasser'“; Allgemeiner Anzeiger, 26.09.2015
Jung, Alfred: „Halver und Schalksmühle. Untersuchung und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum“; Freunde der Burg Altena (Altenaer Beiträge. Arbeiten zur Geschichte und Heimatkunde der ehemaligen Grafschaft Mark, Nr. 13, ISSN 0516-8260), Altena 1978
Königliches Statistisches Bureau (Preußen) [Hrsg.]: „Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen“ (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band X); Berlin, 1887
Niggeloh, Anne Christin: „Eröffnung der Manufaktur Büchermühle“Facebook (Events), [10.09.2016]
Viebahn, Johann Georg von: „Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, nach der bestehenden Landeseintheilung geordnet, mit Angabe der früheren Gebiete und Aemter, der Pfarr- und Schulsprengel und topographischen Nachrichten“; Ritter, Arnsberg 1841
Wikipedia: „Büchermühle“de.wikipedia.org, 29.12.2014

[1] NHN = Normalhöhennull. Diese Bezeichnung hat 1992/1993 den Begriff NN (Normalnull) abgelöst und damit auch einen neuen, exakteren Berechnungsmodus erhalten. Die allerdings in Deutschland dabei größte Höhendifferenz lag bei der Zugspitze mit lediglich 0,59 Meter.


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 25.09.2016 16:33:22 Uhr.

 

 


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