Die Villa Wippermann

 

Die Villa Wippermann

 

Die Villa Wippermann – das 3. Haus der Kultur

Das dritte Haus der Kultur liegt etwas abseits der beiden Schieferhäuser, im Bereich des neuen Stadtparks. Es ist die Villa Wippermann, in der bis zum Juli 2014 das Bauamt (bzw. der Fachbereich „Bauen und Wohnen“ wie es heute heißt) untergebracht war. Die Villa ist im Jahre 1892 im Stile einer Großbürgervilla erbaut worden. Ursprünglich war sie einmal von einer hohen Mauer umgeben und hatte ein schmiedeeisernes Eingangstor, das nach dem Vorbild des Versailler Schlosses gestaltet worden war. Die Mauer existiert schon lange nicht mehr und das schmiedeeiserne Eingangstor von einst wurde im Heimatmuseum ausgestellt. Anfang Januar 2017 überlegte man im Bauamt, ob man das Tor vielleicht symbolisch und ohne eigentliche Funktion an einem der beiden Eingänge an der Frankfurter Straße wieder anbringen könnte. Eine genaue Planung gab es allerdings noch nicht und es war auch noch unklar, wie man dies am besten bewerkstelligen könnte. Robust und wetterfest genug sein das Tor allemal hieß es.

Foto oben: Die Villa Wippermann am 13. August 2013. Bereits damals war sie von einem pakähnlichen Gelände umgeben. (Foto: © Axel Ertelt)

Im Zuge des Regionale-Projektes Häuser der Kultur zieht nach der Villen-Sanierung das Heimatmuseum als Regionalemuseum in die Villa Wippermann. „Bleibt zu hoffen, dass dann auch Baumaßnahmen für ein barrierefreies Heimatmuseum durchgeführt werden“, wünschte sich die Hilfe für Behinderte in einer „aktuellen Kurzmeldung“ vom 18. Januar 2014. Rollstuhlfahrer waren nämlich im alten Heimatmuseum leider ausgegrenzt. Und auch in der Villa Wippermann wird das Museum wieder im ersten Stock untergebracht. Deshalb war der Wunsch der Initiative Hilfe für Behinderte umso verständlicher. Im Erdgeschoss hingegen wurden ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum sowie ein Multimediaraum geplant.

Das dritte Haus der Kultur stand mit dem Auszug des Bauamtes in der dritten Juliwoche 2014 und den Umzug des Kulturmanagers David Babin im Oktober 2014 ins Rathaus dann kurz vor dem Sanierungsbeginn. Nachdem das Jobcenter in der Von-Vincke-Straße 26 ausgezogen und in das renovierte alte Postgebäude eingezogen war, war auch das alte Jobcentergebäude renoviert worden, damit dort das Bauamt einziehen konnte.

Im Februar 2015 scheinen die Planungen weitgehend abgeschlossen zu sein und erste detaillierte Entwürfe für ein denkmalgerechtes soziokulturelles Zentrum wurden bekannt. Demnach erfüllte sich der Wunsch der Initiative Hilfe für Behinderte nach einer Barrierefreiheit, denn neben dem Treppenhaus ist ein Aufzug geplant, der dann auch die Rollstuhlfahrer in die oberen Etagen und somit ins neue Regionalemuseum befördern kann. Und auch an ein Behinderten-WC im Erdgeschoss ist gedacht.

 

Wenn alles gut geht, so ließ Michael Schmidt, der Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, damals verlauten, könne Mitte März 2015 der Bauantrag gestellt werden. Zudem war man zuversichtlich bis Anfang 2016 die rund 1,1 Millionen Euro teuren Baumaßnahmen abgeschlossen zu haben. 70 % der Kosten (770.000 Euro) werden durch die Regionale-Mittel gefördert. Und wenn das Gerüst vom Gebäude entfernt wird, kann man auch mit der Baumaßnahme des neuen Stadtparks beginnen...

 

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen beginnen

Im Juni 2015 wurde bekannt, dass bereits vor einiger Zeit von einer Restauratorin im Erdgeschoss an mehreren Stellen ein gemalter Deckenspiegel entdeckt wurde. Die Experten vermuten indes, dass sich dieses Deckengemälde über die ganzen unteren Wohnräume, die später den Salon für Veranstaltungen bilden sollen, hinziehen. Sie möchten sie so gut es geht erhalten.

Am 31. August 2015 wurde die Villa Wippermann komplett eingerüstet. Es wurde nun also ernst. Die Fassade des Gebäudes musste komplett aufpoliert werden. Dazu wurde sie zunächst gesandstrahlt und dann hochdruckgereinigt. Da dies wegen der Stuckarbeiten sehr behutsam vonstatten gehen musste, waren dafür bis zu vier Wochen veranschlagt. Und parallel zur Reinigung begann auch schon der Aufbau der Fassade. Dafür waren zwei Monate angesetzt. Und auch die Arbeiten an dem neuen Dach sollten parallel beginnen.

Währenddessen war man auch darum bemüht die Villa Wippermann als Denkmal in die Denkmalliste eintragen zu lassen. Das macht sicherlich auch mehr Sinn, als dies jemals bei den Schieferhäusern der Fall war.

Nachdem die Villa fertig eingerüstet wurde, ist sie verhüllt worden. Dies geschah nicht wie einst bei der Reichtagsverhüllung durch das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude, die 1995 aus dem Reichstag für wenige Tage ein Kunstwerk machten, sondern durch die Bauarbeiter zum Schutz vor Wetter und der Umgebung.

Rechts: Die verhüllte Villa Wipperman.
Kein Kunstwerk - nur eine Baustelle.
Foto: © Axel Ertelt.

Bis Mitte November 2015 lag man in der Zeitplanung der Baumaßnahmen bereits rund drei Wochen im Rückstand. Wie bei solchen Bauvorhaben allgemein bekannt, gab es mal wieder mehr zu tun als man gedacht hatte. Das lag vor allem am Holzwerk, wo es mehr Fäulnis und Schädlingsbefall gab als erwartet. Die Maurerarbeiten gingen dagegen einigermaßen zügig voran und auch die alten Dachgauben waren bereits durch neue ersetzt worden, die wieder den ursprünglichen entsprachen. Bis Dezember 2015 wollte man auch das Dach und die Regenrinnen fertig haben.

Anfang April 2016 war der Innenausbau in vollem Gang. Nach der Elektroinstallation waren die Sanitären Bereiche und die Heizung an der Reihe. Der Einbau des Aufzuges war für Mai geplant. Der zeitliche Rückstand von rund drei Wochen zur ursprünglichen Planung konnte nicht mehr aufgeholt werden. Die Fertigstellung der Arbeiten wurde dann auf Ende August bzw. das Ende der Sommerferien geschätzt.

 

CDU veranstaltet öffentliche Führung durch die Villa-Baustelle

Am 13. Juli 2016 hat die CDU-Fraktion Halver um 18.00 Uhr eine Führung durch die Baustelle Villa Wippermann gemacht. An dieser kostenlosen Führung konnten alle Interessenten teilnehmen. Die Führung wurde unter fachlicher Leitung von Michael Schmidt, dem Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen der Stadt Halver und der Architektin Dorothea Ossenberg-Engels aus Altena für die Bürger der Gemeinden und Städte Oben an der Volme gemacht. Diese konnten sich dabei über den aktuellen Stand der Sanierungsmaßnahmen informieren. Wie in diesem Zusammenhang bereits jetzt bekannt wurde, haben sich die voraussichtlichen Gesamtkosten zur Sanierung der Villa Wippermann nach aktuellem Stand noch einmal um rund 100.000 Euro auf nunmehr insgesamt (mindestens) 1,2 Millionen Euro erhöht. Inzwischen hieß es auch, dass 80 % davon gefördert würden.

 

Spindeltreppe als Fluchtweg im Außenbereich

Als eine der letzten größeren baulichen Maßnahmen an der Villa Wippermann wurde Ende September 2016 die metallene Spindeltreppe im Außenbereich der Villa angebracht, die als Fluchtweg bei Gefahren dienen soll. Mit einer Höhe von über zehn Metern reicht sie vom Boden bis ans oberste Fenster. Die Treppe steht frei und ist nicht an der Wand der Villa verankert, da die Mauer nicht griffig genug ist um die Stabilität zu gewährleisten. Angefertigt wurde sie von der Firma Bolte und Knuth Stahl- und Metallbau GmbH aus Halver. Das zentrale Rohr der Treppe hat einen Durchmesser von 32,6 cn und ist 1,6 cm dick.

Währenddessen fanden im Innenbereich noch zahlreiche Arbeiten statt. Feininstallationen, Malerarbeiten und das Verlegen von Fußböden machten hier noch einige Arbeitsstunden notwendig.

 

Alle Informationen zur Villa Wippermann, die das neue Regionalemuseum betreffen, finden Sie (demnächst) auf der Menüseite Das Regionalemuseum.

 

Quellen- und Literaturhinweise

Allgemeiner Anzeiger: „Fachbereich zieht um“; Allgemeiner Anzeiger, 16.07.2014
Allgemeiner Anzeiger: „Villa Wippermann: Neuer Standort für altes Tor geplant“; Allgemeiner Anzeiger, 05.01.2017
Hesse, Florian (flo): „CDU-Führung durch Villa Wippermann“; Allgemeiner Anzeiger, 23.06.2016
Kämper, Friederike: „Denkmalschutz für die Villa“; Allgemeiner Anzeiger, 01.09.2015
Mester, Dana: „Sind durch das Grobe durch“; Allgemeiner Anzeiger, 29.09.2016
Ruthmann, Detlef: „Villa Wippermann: Planung befindet sich auf der Zielgeraden"; Allgemeiner Anzeiger, 20.02.2015
Salzmann, Monika: „Ein Gebäude im Wandel“; Allgemeiner Anzeiger, 16.07.2016
 

 


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 04.02.2017 09:29:00 Uhr.


   

 


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