Häuser der Kultur

 

Die Häuser der Kultur

 

Die Schieferhäuser sind kein Bestandteil des neuen Stadtparks

Die beiden denkmalgeschützten, lange leer stehenden Schieferhäuser an der Frankfurter Straße sind eine Einheit für sich und stehen außerhalb des Bereiches, der den neuen Stadtpark bilden wird. Das muss so einmal klipp und klar gesagt werden, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Missverständnissen geführt hat, weil beides (Schieferhäuser und Stadtpark) permanent in einem Atemzug genannt werden.

Auch in den lokalen Medien war gelegentlich schon die Rede von „Wegebeziehungen“ der diversen Gebäude untereinander, wobei wieder die Schieferhäuser im Zusammenhang mit der Villa Wippermann und dem Rathaus genannt wurden [1]. Da beide Schieferhäuser eine für sich abgeschlossene Einheit bilden, die durch die Schulstraße vom künftigen Stadtpark abgeschnitten sind, kann es auch keine Wegebeziehung zwischen diesen und den im künftigen Stadtpark befindlichen Häusern geben. Das ist Fakt und alles andere bloße Schönrederei.

Foto rechts: Teilausschnitt der großen Infotafel zur Sanierung der beiden Schieferhäuser. Im oberen Bereich der Siegerentwurf. (Foto: Axel Ertelt, 29.09.2013.)

Der Landschaftsarchitekt Friedhelm Terfrüchte, der auch Vorsitzender der Jury war, die den Siegerentwurf festlegte, hat nach Medienberichten zu Folge die klare Positionierung des Kasseler Büros GTL gelobt, da man von dort eine klare Position hierzu eingenommen habe und „die Schieferhäuser an der Frankfurter Straße als Bestandteil des städtischen Umfelds nicht zwanghaft in den Park integrieren wollte.“ Dass dies so ist, beweist allein die Tatsache, dass der Entwurf für die Schieferhäuser einen „umliegenden Teppich aus wertigem, gesägten Kleinpflaster“ vorsieht. Bleibt da nur zu hoffen, dass dies, falls es tatsächlich so umgesetzt wird, nicht so ein behindertenfeindliches Objekt wird wie das Pflaster auf der Frankfurter Straße, mit dem die Stadt Halver nur Kosten hat und ganz bestimmt nicht punkten kann.

 

Erfolg für den Baumverein

Der Entwurf des GTL-Büros (einzusehen unter: www.come-on.de) sah vor, die drei Linden vor dem rechten Schieferhaus rigoros zu fällen und durch eine Neubepflanzung mit zwei kleineren Bäumen zu ersetzen. Dagegen hat der Halveraner Baumverein protestiert und eine Stellungnahme an Bürgermeister Dr. Bernd Eicker übergeben. Darin wurde folgende Alternative aufgezeigt und vorgeschlagen:

Die beiden äußeren Bäume sollten gezielt zurück geschnitten und vom Efeu befreit werden, während nur die kleinere, mittlere Linde, die wohl schon früher einmal in der Krone gekappt wurde, gefällt werden sollte. Dies würde entgegen einer Neupflanzung ausreichend Licht für die Häuser bedeuten und zudem würde im Sommer durch die über den Dächern stehenden Baumkronen Schatten gespendet.

Am 14. August war es dann soweit und die Linden vor dem Schieferhaus wurden entsprechend den Vorschlägen des Baumvereins beschnitten bzw. die kleine, mittlere gefällt. Auch das stark wuchernde Efeu wurde bei dieser Maßnahme, wie vom Baumverein vorgeschlagen, entfernt. Durch diese Maßnahme wurde nun der Weg frei für eine grundlegende Sanierung der beiden Schieferhäuser, denn erst jetzt kann dort ein benötigtes Gerüst aufgestellt werden.

Fotos oben links und rechts: Die beiden Schieferhäuser nach dem Baumschnitt am 15. August 2013.
(Fotos: Axel Ertelt, 15.08.2013)

 

Die Sanierung der Schieferhäuser beginnt

Am 6. September 2013 begannen die Vorarbeiten der Sanierung mit der Anlieferung und dem Aufstellen eines riesigen Bauschildes, hinter dem sich fast das komplette erste Schieferhaus verstecken kann. Entsprechend waren auch die Reaktionen darauf. So hinterfragte Michael Keil im Planungsausschuss auch die Größe des Bauschildes: „Wer bezahlt so etwas? Eine Nummer kleiner hätte doch sicher auch gereicht.“ Nein, hätte es nicht! Der beauftragte Architekt Stefan Czarkowski erläuterte dies gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger wie folgt: Bei den Schildern sei man streng an die Vorgaben der Geldgeber aus Land und Bund gebunden gewesen. Dazu gab es, wie die Heimatzeitung schrieb, „ein etwa 50-seitiges Dokument“. (Ja, ja, die Bürokratie in Deutschland ist weltweit einzigartig!)

Offiziell wurde die Sanierung mit einem Großaufgebot an Prominenz am folgenden Montag, dem 9. September 2013, eingeleitet. Darunter waren die Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider (CDU) und Johannes Vogel (FDP), der Landrat Thomas Gemke, Dirk Glaser von der Südwestfalen-Agentur, der Regionale-Beauftragte Kierspes Rainer Schürmann, der die Maßnahme leitende Architekt Stefan Czarkowski und die Bürgermeister Erhard Pierlings (Meinerzhagen), Jörg Schönenberg (Schalksmühle) und Dr. Bernd Eicker (Halver).

Foto rechts: Die vom Kunstschiefer bereinigte Giebelfassade während der Sanierungsmaßnahme. Foto: Axel Ertelt, 29.09.2013.

Architekt Stefan Czarkowski erläuterte bei der Eröffnung den Anwesenden und der Presse, das es nun darum ginge die Bausünden der Vergangenheit rückgängig zu machen und die Häuser wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. Dazu wurden erst einmal die beiden ca. 65 m² großen Etagen beider Häuser im Innenbereich entkernt und der alte Schiefer, der zu einem Großteil bereits aus Kunstschiefer bestand, entfernt. Die beiden Häuser sollen dann komplett wieder mit Naturschiefer verkleidet werden und damit ihrem Namen („Schieferhäuser") gerecht werden. Dazu wurde bereits im September ein Großteil des alten Schiefers entfernt.

Bis zum Frühjahr 2014 sollten zu diesem Zeitpunkt die Sanierungsmaßnahmen, die fast eine Millionen Euro kosten, abgeschlossen sein. Dann soll hier u. a. David  Babin, der Kulturmanager der vier Volmekommunen (Schalksmühle, Halver, Kierspe, Meinerzhagen) residieren und eine gastronomische Nutzung soll es auch geben. Mann darf gespannt sein, ob sich eine solche dort etablieren und halten kann...

Foto links: Die Sanierung schreitet voran. Der Bagger steht noch - der Anbau ist weg... Foto: Axel Ertelt, 07.10.2013.

Inzwischen (Stand am 07.10.2013) wurde beim rechten Haus auch der dort mal nachträglich erstellte Anbau abgerissen. Der alte Schiefer wurde bei beiden Häusern vollständig entfernt. Die Sanierung macht Fortschritte...

 

Grotesk: Fällung der Lindenbäume erneut auf der Tagesordnung

Offenbar auf Drängen des Büros der GLT Landschaftsarchitekten kam Anfang Februar 2014 groteskerweise erneut das Thema „Fällung der drei Linden“ vor den Häusern der Kultur kurzfristig auf die Tagesordnung des städtischen Gremiums. Alles schien doch mit der Beschneidung der Linden am 14. August 2013 nach den Vorschlägen des Baumvereins zugunsten der alten Bäume vom Tisch zu sein. Doch die Landschaftsarchitekten stören sich nun an dem angeblich zu kahlen Stamm bei einer relativ großen Baumhöhe. Deshalb der Vorschlag von dort: Die alten Bäume fällen und vier neue pflanzen.

Nach einem AA-Bericht vom 05. Februar 2014 sähe der Baumverein die Fällung und Neupflanzung positiv, was für Irritationen sorgte, weil er sich in der Vergangenheit strikt gegen eine Fällung ausgesprochen hatte. Entsprechend dementierte die Vorsitzende des Baumvereins, Brigitta Helfrich, dies auch in ihrem Leserbrief vom 08. Februar 2014. Eine AA-Umfrage, am gleichen Tag veröffentlicht, ergab die eindeutige Meinung der Halveraner die Bäume nicht zu fällen. Und auch der Umwelt- und Abfallausschuss sprach sich schließlich mehrheitlich mit acht zu zwei Stimmen für den Fortbestand der alten Bäume aus.

Bei der AA-Umfrage brachte Günter Gornik (76) es auf den Punkt, so wie es viele andere Halveraner auch denken: „…die Bäume stehen lassen aber die Schieferhäuser entfernen. … Es ist doch Unfug 800.000 € in solche Häuser zu stecken für die es keine Verwendung gibt…“ (zitiert aus: Allgemeiner Anzeiger vom 08.02.2014)

 

Endspurt?

Nachdem über Wochen kaum Arbeiten an den Schieferhäusern zu sehen waren, ging es dann in der ersten Julihälfte auch nach außen hin deutlich sichtbar weiter: Die Fenster wurden endlich eingebaut, was den Häusern nun fast schon einen fertigen Charakter verleiht – würden nicht noch die Gerüste stehen.

Nun ja, es wird ja auch so langsam Zeit, schließlich hatte man noch bei Beginn der Arbeiten im September 2013 verkündet, dass die Arbeiten im Frühjahr 2014 beendet seien. Inzwischen ist es Sommer 2014 geworden und ein Ende immer noch nicht in Sicht. Das lässt befürchten, dass auch die Kosten deutlich höher ausfallen könnten als ursprünglich veranschlagt. Nunmehr (Anfang August) ist eine Fertigstellung bis Mitte Oktober 2014 geplant. Im Haus Nr. 41 wird dann wohl in der oberen Etage endgültig der Kulturmanager sein Büro einrichten, während in der unteren Etage der Kunstverein VAKT residieren soll (was aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher zu sein scheint). Im Haus Nr. 39 soll dann endgültig ein Gastrobetrieb seine Pforten öffnen. Im Gespräch ist Ende Juli der aus Kierspe stammende Gastronom Murat Soldamli gewesen, der in Kierspe ein Eiscafé betreibt. Doch weder die Stadt Halver, noch der Kiersper Gastronom bestätigten die Gerüchte. Es hieß lediglich man sei im Gespräch. Nach Auskunft der Stadt sollen hier jedoch neben Eis auch warme Snacks und Kaffeespezialitäten angeboten werden. Anfang September wurde bekannt, dass die Verhandlungen mit dem Gastronomiebetrieb gescheitert seien. Und so sucht die Stadt jetzt nach einem neuen möglichen Gastronomen, der ab Frühjahr 2015 (so die inzwischen noch einmal revidierten Prognosen für die Fertigstellung der Schieferhäuser Anfang September 2014) dort sein Angebot unterbreitet.

Am Samstag, dem 30. (13.00 Uhr – 18.00 Uhr) und am Sonntag, dem 31. August 2014 (11.00 Uhr bis 18.00 Uhr) konnten sich interessierte Bürger im Rahmen des „Kreisheimattages 2014“ an den Schieferhäusern über den Stand dieses Regionale-Projektes informieren.

Wie Anfang November 2014 bekannt wurde, scheint das Projekt „Häuser der Kultur“ doch deutlich teurer zu werden als wie man den Bürgern ursprünglich gesagt hat. Nach den neuesten bekannt gewordenen Zahlen wird die Sanierung mit 70 % (= 1,2145 Mio. Euro) aus den Regionale-Mitteln gefördert. Die restlichen 30 % (wären dann 520.500,00 Euro) muss die Stadt tragen – zuzüglich der Betriebskosten. Das ist fast das Doppelte des Betrages, der für die Sanierung des Aussichtsturms aufgebracht werden müsste. Doch für das Halveraner Wahrzeichen ist kein Geld vorhanden.

Gleichzeitig wurde auch ein Entwurf der Nutzungs- und Entgeltordnung vorgestellt. Demnach ist für die Nutzung ein Entgelt in Höhe von 4,94 € pro Quadratmeter im Monat fällig. Dies errechnet sich aus den Betriebskosten. Ein Rauchverbot ist ebenso in der Nutzungsordnung festgelegt wie die (stark bedenkliche) Vorschrift keine mitgebrachten oder selbst zubereitete Speisen und Getränke verzehren zu dürfen. Diese müssen nämlich im Haus Nr. 39 zwingend vom dortigen Gastrobetrieb erworben werden. – Die Stadt schreibt also dem angeblich doch mündigen Bürger vor, was er essen und trinken darf und was nicht. Nun gut, da weiß ich jetzt schon wer die Räumlichkeiten dort auf keinen Fall nutzen wird…

Jetzt hat man doch noch jemanden gefunden, der den Gastrobetrieb im Haus 39 der ehemaligen Schrottimmobilie übernimmt. Es sind die beiden Betreiber des Torten-Ateliers, Stefano Gallus und Edmund Joska. So jedenfalls war am 29. November 2014 in der Halveraner Heimatzeitung Allgemeiner Anzeiger zu lesen. Der Pachtvertrag mit der Stadt Halver wurde bereits unterzeichnet. Der Name des zukünftigen Gastronomiebetriebes soll Tortenhaus im Haus der Kultur lauten. Doch wird es nach dem Willen der Stadt dort nicht  nur Kaffee und Kuchen geben. So sollen mittags auch warme Speisen und an Wochenenden und Feiertagen ein Frühstücksbuffet angeboten werden. Außerdem gibt es auch Bier vom Fass. Der Kiosk am ZOB ist im Pachtvertrag ebenfalls eingeschlossen. Er könnte vielleicht als Tortenausgabe dienen. Allerdings soll er erst saniert und den Schieferhäusern angepasst werden. Selbstverständlich wird nach dem Einzug in das Schieferhaus das Torten-Atelier am anderen Ende der Frankfurter Straße geschlossen werden. Es ist also nur ein Umzug von einem in den anderen Leerstand – ein bitterer Beigeschmack bleibt also…

Wie nun in der ersten Februarwoche 2015 bekannt wurde, ist der zuletzt angedachte Termin zum 1. März 2015 schon wieder verschoben worden. Nach dem ursprünglich geplanten Eröffnungstermin im Februar 2014 war der Termin zunächst in den Sommer 2014, dann in den Oktober 2014 verschoben worden. Zuletzt war er dann für den 1. März 2015 vorgesehen. Nun ist man zuversichtlich die Eröffnung am 9. Mai 2015 hin zu bekommen. Ob es klappt? – Nein! Zumindest nicht so ganz. Es ist im Haus mit der Nr. 39 Endspurt angesagt und es soll hier auch alles fertig werden – einschließlich der Inneneinrichtungen und dem Gastrobetrieb, so dass hier am 9. Mai 2015 alles klar sein soll. Wie Ende April 2015 bei einer Ortsbesichtigung der Halveraner Parteien bekannt wurde, soll es hier nun ein vollwertiger Gastronomiebetrieb und nicht nur eine Kuchenausgabe geben. Auch wenn der Innenausbau des Hauses Nr. 41 und die Außenanlagen bis zum 9. Mai 2015 nicht fertig wird, soll die Eröffnung doch für alles gelten. Mit der endgültigen Fertigstellung des Hauses Nr. 41 und der Außenanlagen wird nunmehr im Juni 2015 gerechnet. Wie bekannt wurde, hätten die Außenanlagen ja bereits Mitte März beginnen sollen. Doch scheiterte dies an Problemen bei der Vergabe dieser Arbeiten, da ein Mitkonkurrent Einspruch in das Verfahren eingelegt hätte… 

Die Schieferhäuser scheinen nun unter einem schlechten Omen zu stehen. Am Samstag, dem 13. Dezember 2014, gab es kurz vor 14.00 Uhr Feueralarm. Rauch drang aus dem (noch nicht fertig) sanierten Gebäude, wie es bei der Einsatzleitung hieß. Mit einem ansehnlichen Aufgebot von Feuerwehr, DRK, Polizei und Rettungsdienst  rückten die Einsatzkräfte an. Doch schnell stellte sich heraus, dass es ein Fehlalarm war. Allerdings hatte es tatsächlich eine Rauchentwicklung gegeben. Doch woher die kam konnte nicht restlos geklärt werden.

Am Montag, dem 16. März 2015 wurde ohne jede Vorwarnung die Frankfurter Straße vor den beiden Schieferhäusern, zwischen Schulstraße und ZOB, in beide Richtungen voll gesperrt. Die beiden Schieferhäuser erhalten einen neuen, zusammengelegten Kanalanschluss, der an den Hauptkanal angebunden werden muss. Da dieser mitten in der Frankfurter Straße liegt, ist eine Vollsperrung für die Arbeiten unumgänglich. Insgesamt sollen sich die Arbeiten über einen Zeitraum von zwei Wochen hinziehen, da sie umfangreich und zeitintensiv wären, hieß es.

Abb. links: Alles Linienverkehr - oder was? In Halver gilt die Straßenverkehrsordnung nicht. Foto: © Axel Ertelt.

Während des Wochenendes zur Halbzeit der Bauarbeiten wurde die Baustelle einspurig (und nur) für den Linienverkehr (= Busse) freigegeben. Das hielt aber mindestens 8 von 10 Fahrzeugführern nicht davon ab illegal durch die Baustelle zu fahren. Und auch während der Bauarbeiten in der Woche wurde fleißig die verbotene Umleitung über den ZOB genutzt. Was hätte da bei regelmäßiger Kontrolle die Stadt Halver verdienen können…

 

Blamabel: Einweihung – Aber nichts ist fertig

Im Rahmen der Städtebauförderung am 9. Mai 2015 sollte eigentlich alles fertig sein und die Schieferhäuser offiziell eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Dann sollten eigentlich auch alle Mieter eingezogen sein und ihre Räume nutzen können. Peinlich nur, dass alles erst halbfertig ist und das Haus 41 sowie die Außenanlagen noch eine Großbaustelle. Dennoch hält man an der Einweihung am 9. Mai 2015 fest. Das geschieht mit einem musikalisch unterlegten Festakt in der benachbarten Sparkasse, in dessen Anschluss die beiden Häuser ihren Bestimmungen übergeben werden.

Der Kunstverein VAKT kann in seinen künftigen Räumen zwar am 9. Mai 2015 eine Ausstellung machen, muss danach aber alles wieder räumen, weil die Handwerker noch etliche Tage im ganzen Haus zu schaffen haben. Gleiches gilt für das Büro des Kulturmanagers David Babin. Der Verein VAKT will aber beim endgültigen Einzug ins Haus eine offizielle eigene Einweihungsfeier machen, wie die Vorsitzende des Vereins Aktion Kunst Treff e. V. (VAKT), Karin Schloten-Walther, verlauten ließ. Ähnlich geht es dem Tortenatelier. Zwar wird es am 9. Mai 2015 einen kleinen Vorgeschmack geben, doch die eigentliche Eröffnung findet erst am 22. Mai 2015 statt. Bis dahin wird die Gastronomie in den ehemaligen Schrottimmobilien, die für einen Millionenbetrag saniert wurden, geschlossen bleiben. So wird dann wohl jeder seinen eigenen tatsächlichen Eröffnungstag feiern. Peinlich, dass die Verantwortlichen das alles terminlich nicht auf die Reihe bekommen haben…

 

September 2015: Endlich ist's geschafft...

Oh Wunder. Was lange währt wird endlich gut. Anfang September 2015 wurden die letzten Arbeiten an der Außenanlage getätigt und zum Abschluss die Böschung zum Sparkassenvorplatz an den Hausrückseiten bepflanzt. Ein paar Tage dauerte es allerdings noch bis die letzte Spur der Sanierungs- und Umbaumaßnahme mit der Entfernung des Toilettenhäuschens beseitigt war. Jetzt glänzen sie in voller Pracht - die millionenschweren Altbauten.

Am Sonntag, dem 20. September 2015, war dann endlich auch der Kunstverein VAKT so richtig in seinem neuen Domizil angekommen und hatte seine große Einweihungsfeier. Er residiert im rechten der beiden Schieferhäuser, neben dem Tortenatelier. Künftig gibt es auch ein Programm, das regelmäßig stattfinden soll. So finden an jedem dritten Sonntag im Monat zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr eine Offene Galerie" mit diversen Kunstwerken statt. Montags gibt es ab Oktober 2015 zwischen 17.00 Uhr und 20.00 Uhr das Offene Atelier". Mittwochs gibt es ab sofort „Malen und Musik" und donnerstags ab 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr „Kaffee und Kunst".

 

Hausgemachter Unfallschwerpunkt inzwischen entschärft

Zwischen den Häusern der Unfallschwerpunkt. Links die Treppe
und rechts daneben die noch ungesicherten Sitzstufen.
Foto: © Axel Ertelt.

 

 
 
 
 

Zwischen den beiden Schieferhäusern ist ein Treppenaufgang zum Sparkassenvorplatz. Rechts daneben (von unten gesehen) gibt es sogenannte Sitzstufen, auf denen man sitzen kann und die bis zu 60 Zentimeter hoch sind. Da diese waren oben ursprünglich nicht abgesichert, so dass die Gefahr bestand, dass jemand wegen der extrem hohen Stufen dort verunglücken konnte. Dies zumal die Treppenstufen auch nicht von den Sitzstufen abgetrennt sind. Das kritisierte zu Recht die UWG-Politikerin Dr. Sabine Wallmann im September 2015. M. Schmidt vom Fachbereich Bauen und Wohnen bei der Stadt Halver spielte das allerdings herunter und meinte dass noch niemand da heruntergefallen sei und dies seiner Meinung nach auch nicht passieren würde. Jedenfalls gäbe es keinen Anlass da etwas zu unternehmen(!). Nun, inzwischen hat man die Unfallgefahr wohl doch eingesehen und ein kleines Geländer oberhalb der Sitzstufen angebracht.

Übrigens gibt es im Tortenatelier ein behindertengerechtes WC wie Bürgermeister Michael Brosch uns in einem persönlichen Gespräch am 3. Mai 2016 mitteilte. Auch wenn der vordere Haupteingang mehrere Stufen hat, so können Rollstuhlfahrer den linken Terrasseneingang zur ZOB-Seite nutzen, an dem auch eine Klingel für Rollstuhlfahrer angebracht ist.

Die sanierten Schieferhäuser samt dem gut angenommenen Tortenatelier mit Außenterrasse. Foto: © Axel Ertelt.

 

Hier geht es zur Villa Wippermann, dem 3. Haus der Kultur.
 

 

Quellen- und Literaturhinweise

Allgemeiner Anzeiger: „Fachbereich zieht um“; Allgemeiner Anzeiger, 16.07.2014
Domke, Friederike: Eis und Snacks im Schieferhaus"; Allgemeiner Anzeiger, 25.07.2014
Domke, Friederike: „Vertragsverhandlungen für die Schieferhäuser geplatzt"; Allgemeiner Anzeiger, 03.09.2014
Domke, Friederike: „Schieferhäuser: Eröffnung am 9. Mai“; Allgemeiner Anzeiger, 07.02.2015
Domke, Friederike (fsd): „Frankfurter Straße bis Ende kommender Woche gesperrt“; Allgemeiner Anzeiger, 17.03.2015
Domke, Friederike: „Auf den letzten Drücker“; Allgemeiner Anzeiger, 18.04.2015
Domke, Friederike: „Torten, Tee und Themenabend“; Allgemeiner Anzeiger, 07.05.2015
Domke, Friederike: „Kulturelles Zentrum“; Allgemeiner Anzeiger, 18.06.2015
Finger, Benny: „Eröffnung mit Pfeile und Pinsel"; Allgemeiner Anzeiger, 21.09.2015
Finger, Benny: „Wallmann sieht Sturzgefahr“; Allgemeiner Anzeiger, 25.09.2015
Heimatbund Märkischer Kreis e.V.: „Kreisheimattag 2014“; Programm- und Infobroschüre, Altena 2014
Heimatverein Halver e.V.: „Historischer Rundgang“; Bell Verlag o. J.
Helfrich, Brigitta: „Stellungnahme des Baumvereins abwarten“; Allgemeiner Anzeiger, 08.02.2014
Hesse, Florian: „Fortschritte und Rückschlag“; Allgemeiner Anzeiger, 12.11.2015
Klötzer, Manuel: Fertigstellung Ende August"; Allgemeiner Anzeiger, 07.04.2016
lima: „‚Rauch aus saniertem Gebäude’“; Allgemeiner Anzeiger, 15.12.2014
Pfannschmidt, Yvonne: „Pflege statt Fällung“; Allgemeiner Anzeiger, 03.08.2013
Ruthmann, Detlef: „Ausschuss lehnt das Fällen ab“; Allgemeiner Anzeiger, 05.02.2014
Ruthmann, Detlef: „Fenster für Häuser der Kultur"; Allgemeiner Anzeiger, 15.07.2014
Ruthmann, Detlef: „Raumentwurf in der Planung"; Allgemeiner Anzeiger, 17.10.2014
Ruthmann, Detlef: „Entgeltordnung für Häuser der Kultur"; Allgemeiner Anzeiger, 06.11.2014
Ruthmann, Detlef: „‚Tortenhaus im Haus der Kultur’"; Allgemeiner Anzeiger, 29.11.2014
Ruthmann, Detlef: „Angetan von der Gestaltung der Häuser der Kultur"; Allgemeiner Anzeiger, 30.04.2015
Ruthmann, Detlef: „Bilder der Mitmachaktionen“; Allgemeiner Anzeiger, 07.05.2015
Schönwies, Laura: „Lindenbäume gehören zu Halver wie Schieferhäuser“; Allgemeiner Anzeiger, 08.02.2014
Zacharias, Frank: „Ein ‚Teppich’ für die Schieferhäuser“; www.come-on.de, 19.06.2013
Zacharias, Frank: „Schönheitskur für die Schieferhaus-Linden“; Allgemeiner Anzeiger, 15.08.2013
Zacharias, Frank: „Startschuss für Schieferhaus-Sanierung“; Allgemeiner Anzeiger, 07.09.2013
Zacharias, Frank: „Großer Bahnhof für zwei kleine Häuser“; Allgemeiner Anzeiger, 10.09.2013
Zacharias, Frank: „Schildergröße irritiert“; Allgemeiner Anzeiger, 13.09.2013
Zacharias, Frank: „Künstlicher weicht echtem Schiefer“; Allgemeiner Anzeiger, 20.09.2013
 

 
[1] Frank Zacharias in „Ein ‚Teppich’ für die Schieferhäuser“.
 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 04.02.2017 13:57:18 Uhr.

  

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