Halvers Schienenverkehr

 

Halvers Schienenverkehr

 

Regulärer Schienenverkehr in Halver

Es war vor allem auch die Eisenbahn, die zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zum wirtschaftlichen Aufschwung Halvers beitrug. So führte ab 1877 die Volmetalbahn, von Hagen über Schalksmühle und Lüdenscheid-Brügge kommend, in Richtung Lüdenscheid und, mittels Abzweig, nach Kierspe und Meinerzhagen gehend bei Oberbrügge am äußeren Stadtgebiet von Halver vorbei. Amtmann Otto Thomas (* 18.02.1867 - † 07.06.1928, von 1901 bis 1927 Amtmann in Halver) trug das Anliegen, Halver an das Netz der Staatsbahn anzuschließen, bis an die höchsten Stellen in Berlin vor. Am 14. Dezember 1903 wurde er sogar vom Verkehrsminister Preußens persönlich empfangen.

Am 07 August 1909 wurde in einem feierlichen Akt die Grundsteinlegung des Bahnhofes Halver begangen. Die erste Lokomotive der Staatsbahn erreichte den damaligen Bahnhof Vollme-Ehringhausen am 23. April 1910 und 30. Juni 1910 konnte der Halveraner Staatsbahnhof eingeweiht werden. Außerdem traf an diesem Tag der erste Zug aus Oberbrügge kommend in Halver ein und fuhr dann weiter nach Radevormwald. Damit konnte dann die Bahnstrecke ihrer Bestimmung übergeben werden und die Wuppertalbahn, die von Lüdenscheid-Brügge ausgehend über Oberbrügge ins Stadtzentrum von Halver führte, ging in Betrieb. Vom Bahnhof Halver führte die Bahn weiter über Radevormwald nach Wuppertal-Barmen. Im Halveraner Ortsteil Anschlag gab es beim alten Anschlager Bahnhof einen Abzweig nach Wipperfürth, der gleichzeitig in Betrieb genommen wurde. König Wilhelm II. ehrte Amtmann Otto Thomas für seine Verdienste um die Eisenbahn und verlieh ihm den königlich-preußischen Kronenorden.

Als die Umgehungsstraße in Halver gebaut wurde, musste die neue Remscheider Straße in unmittelbarer Nähe zur Eisenbahnbrücke Frankfurter Straße die Schienen überqueren. Dazu wurde eine Überführung gebaut, die ähnlich einem Tunnel gestaltet ist (s. Abbildung links, Foto: © Axel Ertelt).

Darüber hinaus gab es seit dem 5. März 1888 noch die Hälvertalbahn, die vom Schalksmühler Bahnhof der Volmetalbahn ins Ortszentrum von Halver führte. Diese endete am Halveraner Kleinbahnhof, der damals in der Thomasstraße, an der Ecke zur Von-Vincke-Straße, stand und den die Nachbildung einer Kleinbahn zierte. Die Hälvertalbahn wurde von der Kreis-Altenaer-Eisenbahn AG [1] betrieben und war eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von einem Meter. Deshalb wurde sie vor allem auch unter den Begriffen „Kleinbahn“ [2] und „Schmalspurbahn“ bekannt. Von den Einheimischen wurde sie auch liebevoll als „Schnurre“ bezeichnet. Mit der Eröffnung der Strecke wurde hier auch ein Großteil der Halveraner Post befördert. Davon zeugt ein Poststempel, der diese „Bahnpostbeförderung“ belegt.

Die Hälvertalbahn hatte von Schalksmühle nach Halver teilweise eine enorme Steigung zu bewältigen. Und es wird erzählt, dass sie des Öfteren Opfer von Streichen wurde, indem man an der Steigung die Schienen mit Schmierseife bestrich, was die Bahn erst einmal zum Stillstand brachte. In den Jahren 1922 bis 1925 und im Jahre 1945 soll der Betrieb unterbrochen worden sein. Anfang der 1950er Jahre verlor die Hälvertalbahn dann endgültig die Konzessionen für den öffentlichen Personen- und Güterverkehr an die Kraftverkehr Mark Sauerland (Vorgänger der Märkischen Verkehrsgesellschaft [MVG]). Am 25. Juli 1952 fuhr dann die „Schnurre“ zum allerletzten Mal auf der Strecke von Halver nach Schalksmühle. Danach wurde die Hälvertalbahn als erste Eisenbahnstrecke Halvers endgültig stillgelegt.

Wie Wikipedia berichtet, wurde die Wuppertalbahn von Halver-Anschlag nach Wipperfürth am 29. Juni 1960 endgültig, sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr, stillgelegt. Der Arbeitskreis Oberbergische Eisenbahngeschichte berichtet weiter, dass die Schienen kurz danach abgebaut wurden. Zum 30.05.1964 wurde der Personenverkehr zwischen Oberbrügge und Radevormwald offiziell eingestellt. Die Einstellung des Güterverkehrs zwischen Halver und Radevormwald erfolgte am 29.09.1968. Die Schienen wurden zwischen 1972 und Juli 1974 auf dieser Strecke abgebaut. Teile der Strecke sind im Bereich von Halver heute noch als Wanderweg vorhanden.

Wie der Heimatverein Halver e. V. in der Broschüre „Historischer Rundgang" berichtet, soll der letzte planmäßige Zug von Halver nach Oberbrügge im Jahr 1977 gefahren sein. [3] Dies war jedoch am 5. März 1977 lediglich noch einmal ein Sonderzug, der von der Dampflok 044 508-0 aus Gelsenkirchen-Bismarck gezogen wurde. Bis zum 31.12.1995 sollen allerdings noch Güter transportiert [4] worden sein, bevor dann auch hier die Stilllegung erfolgte.

Von 13 heimischen Eisenbahnfreunden wurde am 24. Januar 1978 in Lüdenscheid der Bürgerverein zur Förderung des Schienenverkehrs e. V. (BFS) gegründet. Dieser setzte auch bei besonderen Anlässen, wie beispielsweise die Halveraner Kirmes, (jährlich) Sonderzüge im Personenverkehr zwischen Lüdenscheid und Halver ein. Dadurch war die Strecke sogar noch im Kursbuch abgedruckt, obwohl dies natürlich nicht mehr als „planmäßiger“ Personenverkehr zählt. Nach der BFS-Chronik fuhr der letzte BFS-Sonderzug, ein TALENT-Triebwagen, am 8. und 9. Juni 1996 die Strecke (von Lüdenscheid ausgehend) zwischen Oberbrügge und Halver.

Seit der Stilllegung der Wuppertalbahn besitzt Halver keinen eigenen Bahnhof mehr. Der alte Bahnhof in Anschlag ist heute in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt. Der Kleinbahnhof der Hälvertalbahn wurde bereits vor Jahren abgerissen und der alte Lokschuppen der Schnurre stand noch bis zum Juli 2005 bevor er dann dem neuen Feuerwehrgerätehaus weichen musste und im Rahmen einer Ausbildungsübung, im Auftrag der Stadt, vom THW abgerissen wurde. Aus dem ehemaligen Halveraner Bahnhof wurde der „Kulturbahnhof“, in dem sich heute die Stadtbücherei, ein Restaurant und ein Festsaal befinden. Der Saal kann von der Stadt Halver für feierliche Anlässe gemietet werden.



Oben: Der ehemalige Halveraner Bahnhof. Im linken Teil befindet sich heute ein Restaurant (früher Personenbahnhof) und im rechten Bereich der Festsaal (früher Güterbahnhof). (Foto: © Axel Ertelt, 28.07.2013)

Wer heute von Halver aus den öffentlichen Schienenverkehr nutzen will, muss dazu in die Nachbarorte. Für die Volmetalbahn wäre dies Lüdenscheid-Brügge oder Schalksmühle. Von hier aus gelangt man mit der Eisenbahn nach Hagen, wo man Anschluss an den Fernverkehr erhält.

 

Zweiter Weltkrieg: Auch Halvers Bahnstrecken waren ein Angriffsziel

Halver blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Luftangriffen verschont. Der Chronist Dietrich Pälmer berichtet in seinem Buch „Das alte Halver“ von knapp 20 Bombenabwürfen auf Halveraner Gebiet in den Jahren zwischen 1941 und 1944, die keine nennenswerten Schäden anrichteten.

Halvers ehemaliger Stadtdirektor (01.02.1973 bis zur Abschaffung dieses Postens im Jahre 1999) und spätere Bürgermeister (12.09.1999 bis 12.10.2004) Hans-Jürgen Kammenhuber berichtet in seiner AA-Serie über Halver im Zweiten Weltkrieg im September 2014, dass die ersten Bomben Mitte 1941 in Dahlhausen, Ehringhausen und Oberbrügge fielen. Dadurch war der Eisenbahnverkehr der Wuppertalbahn zwischen Halver und Oberbrügge zeitweise unterbrochen. Eine Bombe explodierte auch am 13. Juni 1941 im Siepen – in unmittelbarer Nähe zu dem dortigen Eisenbahntunnel. Dieser Tunnel wurde dann im April 1942 noch einmal ein Ziel weiterer Bombenabwürfe. (Fotos des Tunnels befinden sich auf dem interessanten Eisenbahn-Tunnelportal von Lothar Brill.)

Als die Westalliierten ab Herbst 1944 von Frankreich aus gegen das Deutsche Reich vorrückten, verstärkten sich hier die Angriffe der Jagdbomber. Auch Halver und seine Bahnstrecken waren davon betroffen. So wurde, wie Hans-Jürgen Kammenhuber auch berichtet, am 08. September 1944, um 14.55 Uhr, ein Personenzug auf Strecke zwischen Halver-Anschlag und dem angrenzenden Wipperfürth bei Wasserfuhr von Tieffliegern angegriffen. Der Lokführer und der Heizer wurden dabei verletzt und der Zug blieb in Wasserfuhr liegen. Ein weiterer Angriff geschah im Februar 1945 auf die Hälvertalbahn, bei dem eine 28jährige Frau aus Schalksmühle durch die Maschinengewehrsalve eines Tieffliegers ums Leben kam. Der Zugschaffner wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Einer der schwersten Angriffe auf die Halveraner Eisenbahn geschah am 26. März 1945, als amerikanische Kampfflieger einen auf dem Halveraner Bahnhofsgelände abgestellten Munitionszug angriffen und in Brand schossen. Die Versuche die Waggons fort zu schieben gelangen nur teilweise. So explodierte die gefährliche Fracht auf dem Bahnhofsgelände. Die Splitter der Explosion flogen bis zum Oesterberg und in die Frankfurter Straße. Die Anwohner des nahe gelegenen Mühlenbergs waren evakuiert worden. So kamen Menschen bei diesem Angriff nicht zu Schaden.

 

Reaktivierung der Volmetalbahn zum 10. Dezember 2017 geplant

Jetzt steht fest, Halver bekommt doch wieder einen Anschluss an das Eisenbahnnetz der Deutschen Bahn (DB). Die derzeit seit längerem stilliegende Bahnstrecke der Volmetalbahn von Lüdenscheid-Brügge über Halver-Oberbrügge und Kierspe nach Meinerzhagen soll zum 10. Dezember 2017 reaktiviert werden. Dies teilte die DB im Februar 2015 offiziell mit. Die Finanzierung sei gesichert hieß es.

Allerdings muss bis zur Reaktivierung noch viel getan werden. In Oberbrügge muss ein entsprechender Bahnsteig gebaut und seine Erreichbarkeit sichergestellt werden. Insgesamt müssen auch noch 19 Bahnübergänge zwischen Oberbrügge und Meinerzhagen umgebaut und den Erfordernissen angepasst werden. Zudem erhält Kierspe einen Kreuzungsbahnhof. Selbst im Bereich des aktiven Brügger Bahnhofs sind ein neuer Bahnsteig und Gleistrassierungen notwendig. Auch ein neues elektronisches Stellwerk und einige signaltechnische Neuerungen sind noch zu errichten.

Nach den derzeitigen Planungen sollen dann ab dem 10. Dezember 2017 unter der Bezeichnung RB 25 Züge im Stundentakt zwischen Köln über Gummersbach nach Lüdenscheid pendeln. Von 2017 bis 2033 sollen so nach den Plänen der DB Regio NRW 250.000 Fahrkilometer zwischen Brügge und Meinerzhagen zusammen kommen. Halver hätte dann in Oberbrügge einen eigenen Anschluss. Eingesetzt werden sollen dafür neue Triebwagen der Baureihe LINT 81, die von der Firma Alstom stammen und baugleich mit den bereits heute fahrenden Vareo-Zügen sind.

In Brügge erhält man dann Anschluss an die RB 52, die nach Hagen und weiter nach Dortmund geht. Die gesamte Strecke von Köln nach Hagen wird, so wurde versichert, barrierefrei sein. Das dürfte besonders die Rollstuhlfahrer und ihre Beleitpersonen interessieren.

 

Reaktivierung der Volmetalbahn auf unbestimmte Zeit vertagt?

Rund ein Jahr vor der geplanten Reaktivierung der Volmetalbahn im Dezember 2017 steht fest: Daraus wird nichts! Während am Brügger Bahnhof in den letzten Wochen vor Weihnachten 2016 fleißig gebaut wurde und das elektronische Stellwerk in Lüdenscheid-Brügge bereits in Betrieb ging, scheitert die Reaktivierung der Strecke hauptsächlich an den geplanten und notwendigen Umbauten der 19 Bahnübergänge zwischen Meinerzhagen und Oberbrügge. Die DB Netz AG hat sich nämlich zwischenzeitlich dazu entschlossen für jeden Bahnübergang ein einzelnes Planfeststellungsverfahren zu eröffnen. Derzeit (Dezember 2016) liegen der Bahn nämlich immer noch nicht alle Zustimmungen der betroffenen Grundstückseigentümer der Bahnübergänge vor. Für das verkürzte Baurechtsverfahren wären die jedoch notwendig. Deshalb nun das Planfeststellungsverfahren, durch das die DB auch ohne entsprechende Zustimmung das Baurecht erhalten kann. Ein solches Verfahren kann jedoch ein bis drei Jahre Zeit in Anspruch nehmen. Nun dürfen wir gespannt sein, ob es vielleicht bis 2020 noch klappt.

Im Sommer 2017 weiß man immer noch nicht so genau was nun wirklich wird. Betrachtet man die Pressemeldungen zum Thema, die von März bis Juni veröffentlicht wurden, dann ist es ein doch schon nerviges hin und her. Der Verkehrsverbund Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bestätigte im März den sogenannten Lückenschluss zwischen den Orten Brügge und Meinerzhagen im Dezember 2017. Alle zwei Stunden sollen dann vorerst die Züge zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Brügge fahren. Allerdings ohne Halt in Kierspe und Halver, da hier die Bahnhöfe noch nicht fertig gestellt sind. Für die Strecke ist die Oberbergischer Bahn zuständig, die zwischen Köln und Brügge dann mit der Regionalbahn 25 verkehrt. In Brügge gibt es dann den Anschluss mit der Regionalbahn 52 nach Hagen und weiter nach Dortmund. Eingesetzt werden sollen neue Dieseltriebwagen der Firma Alstom aus der Baureihe Lint 81.

Konkret hieß es Anfang März aus der Lokalpolitik, dass man für Ende 2018 damit rechne dass der Bahnhof Kierspe fertig sei und angefahren würde. Spätestens dann könnte auch der Bahnhof in Halver-Oberbrügge angefahren werde n, wenn dieser ebenfalls bis dahin fertig ist. Nach einem Pressebericht im Allgemeinen Anzeiger vom 9. März 2017 ist Martin Kaczor als Planer bei der Stadt Halver jedoch davon überzeugt, dass in Halver die Züge bereits von Dezember 2017 an halten werden. Doch mit dieser Einschätzung steht er so ziemlich alleine dar. Grundbedingung für einen Stopp in Oberbrügge ist nämlich unbedingt das geplante Ausweichgleis in Kierspe. Solange dies nicht vorhanden ist, kann der Takt im Zugverkehr nicht eingehalten werden, wenn die Züge in Oberbrügge halten.

Anfang April 2017 gab es dann plötzlich wieder entgegengesetzt lautende Gerüchte zum Lückenschlusstermin im Dezember 2017. Im Kreisausschuss ging man offensichtlich davon aus, dass der Lückenschluss 2017 nicht erfolgen wird, weil das Problem der Bahnübergänge immer noch nicht gelöst sei. Dem widersprach Kierspes Bürgermeister Frank Emde ganz entschieden.

Ende April 2017 kommt vom SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas eine zumindest für Kierspe erfreuliche Finanznachricht. Für die Sicherung der Bahnübergänge bekommt Kierspe eine Landesförderung in Höhe von 470.000 Euro. Die verteilt sich wie folgt auf die Bahnübergänge: „Haus Rhade“ 140.000 Euro, „Geh- und Radweg Windfuhr“ 20.000 Euro, „Gemeindeweg Sankel“ 90.000 Euro, „Fußweg Wehestraße“ 90.000 Euro und der Bahnübergang „Herlinghauser Weg“ 130.000 Euro. Darüber hinaus erhält der Märkische Kreis zusätzlich 130.000 Euro für den Bahnübergang „Bollwerk“, für den der Kreis zuständig ist.

Bis Ende Juni hat sich an den Bahnübergängen immer noch nichts getan. Dort müssen teilweise Schranken und Ampeln errichtet werden um die Sicherheit beim Bahnverkehr zu gewährleisten. Aus diesem Grund steht zu diesem Zeitpunkt der Lückenschluss wieder einmal mehr auf der Kippe.

Alexander Dietz aus Gummersbach schrieb in seiner Email vom 18.07.2017 hierzu an mich: „Der Vollausbau mit Stundentakt und Halten in Kierspe und Oberbrügge soll nach bisheriger Verlautbarung im Dezember 2018 erfolgen. Nach den bisherigen Erfahrungen habe ich aber Zweifel, ob daraus noch bis 2020 etwas wird... Wenigstens kommt bald ein eingeschränkter durchgängiger Betrieb bis Lüdenscheid.“

Und weiter schreibt er zum Thema: „Die Frage, ob Halver seine Chance vertan hat, kann man getrost bejahen. Das Gutachten zur Wiederinbetriebnahme der Volmetalbahn hat das Modell einer stündlichen Verbindung Köln - Hagen (- Dortmund) mit Zubringerpendel (Halver-Oberbrügge-) Brügge-Lüdenscheid nicht untersucht. Es hätte sich geradezu angeboten, den Pendel zwischen Brügge und der Lüdenscheider Innenstadt nach Halver zu verlängern, um sowohl Halver als auch die Lüdenscheider Innenstadt per Bahn mit der Volme-Agger-Bahn zu verknüpfen. Dieses Modell hat auch den Vorteil, dass zwischen Köln und Hagen/Dortmund nicht die Gefahr des verpassten Anschlusses besteht, falls ein Zug verspätet ist.“

 
Ausbau des Bahnhofs Halver-Oberbrügge
 
Ungeachtet der Verzögerungen auf noch unbestimmte Zeit für die Wiedereröffnung der Volmetalbahn von Lüdenscheid-Brügge über Halver-Oberbrügge nach Meinerzhagen und weiter über Gummersbach nach Köln soll der Bahnhof Oberbrügge noch im Jahr 2017 aus- und umgebaut werden. Dies geschieht von Seiten der Stadt Halver gemeinsam mit der Deutschen Bahn bestätigte Bürgermeister Michael Brosch. Auch der Bahnhofsvorplatz wird umgestaltet und es soll ein Haltepunkt mit 22 P&R-Abstellplätzen entstehen. Hinzu kommen zwei K&P-Plätze [5] sowie 40 teils abschließbare Fahrradstellplätze und zwei Behinderten-Parkplätze.
  
Eine marode Stützmauer muss allerdings in abgewandelter Form erneuert werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten der Um- und Ausbaumaßnahme auf rund 400.000 Euro. Da dies ein so genanntes Schlüsselprojekt der Regionale ist, kann die Stadt auf Fördermittel von rund 300.000 Euro hoffen, so dass der Eigenanteil bei 100.000 Euro liegt. Dafür wird der Bahnhof weitgehend barrierefrei. So soll es nach Planung des Düsseldorfer Stadtplanungsbüros AAS einen behindertengerechten Zugang vom Bahnhofsvorplatz zu den Bahnsteigen geben. Die Schienen der Draisinenbahn werden niveaugleich im Boden eingefügt werden, so, wie man es von den Straßenbahnschienen her kennt. Die Schleifkotten-Draisinenbahn selbst wird einen eigenen Servicepunkt einrichten, bei dem es auch ein Touristik-Infocenter geben soll.
 

Die Schleifkottenbahn

Im Jahr 2000 erwarb die Schleifkottenbahn den Streckenabschnitt von Halver nach Oberbrügge/Brücke bis zum Anschluss an die Strecke der Volmetalbahn. Der Abschnitt wurde für einen sporadischen Güterverkehr wieder reaktiviert.

Das war vorbei, als die alte Eisenbahnbrücke, die bei Oberbrügge über die Volme nach Halver führt, im Jahr 2007 so stark rostete, dass keine Züge mit hoher Achslast mehr die Brücke überqueren durften. Das war erst einmal das Aus für die Sonderzüge auf der Strecke nach Halver. Gleichzeitig war die Strecke auch als eine Teststrecke für ein SchienenTaxi vorgesehen und die Schleifkottenbahn besitzt an der Strecke auch ein neuartiges Container-Verladesystem. Auch dafür drohte nun das Aus. 

Um das Brückenproblem zu lösen kaufte die Schleifkottenbahn in Dortmund-Hörde eine geeignete Brücke, die bis dato die Verbindung zwischen dem Stahlwerk Hermannshütte und dem Hochofen des Stahlproduzenten Phoenix ermöglichte. Diese wurde dann in Dortmund demontiert und per Schwertransport nach Oberbrügge gebracht, wo sie in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 2008 ankam und zwischengelagert wurde. Das Brückenteil ist 22 Meter lang, 4,3 Meter breit und rund 65 Tonnen schwer. Bis heute wurde die Brücke jedoch nicht eingesetzt. Damit ist ein Betrieb der Bahnstrecke zwischen Halver und Halver-Oberbrügge aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Inzwischen müsste wohl die komplette Strecke saniert werden.

 

Ein SchienenTaxi für Halver?

Friedrich-Wilhelm Kugel, Geschäftsführer der Schleifkottenbahn GmbH, verfolgte fast zwei Jahrzehnte ein Ziel: Ein SchienenTaxi für Bahnnebenstrecken. Das soll eine Lösung für Nahverkehrsprobleme sein. Als Teststrecke sollte die innerörtliche Bahnstrecke von Halver nach Oberbrügge fungieren.

Dieses Ziel nahm bereits im Frühjahr 2008 konkretere Formen an, als die Firma Kfz-Elektrik Heiko Uphoff am Weiβenpferd einen alten Mercedes-Bus mit 14 Sitzplätzen mit neuen, schienentauglichen Achsen und einem Elektromotor für die Schleifkottenbahn umrüstete. Friedrich-Wilhelm Kugel wollte damit zeigen, dass so kostengünstig SchienenTaxis aufs Gleis gesetzt werden können. Dadurch könnten auch stillgelegte Bahnstrecken wieder reaktiviert und günstig betrieben werden.

Heute gibt es sogar bereits Techniken, die es ermöglichen solche SchienenTaxis automatisch – das heißt, ohne Fahrer – zu betreiben. Mittels Video und Radar werden die Fahrzeuge sicher ans Ziel geleitet. Die Bahnstrecke zwischen Halver und Oberbrügge sollte dazu als Teststrecke fungieren. Das Konzept war bereits im Herbst des Vorjahres auf der Bahnfachmesse „Railtec“ in Dortmund vorgestellt worden.

Mehr zum SchienenTaxi hier im Filmbericht auf YouTube.

 

Drohendes Aus für ein ehrgeiziges Projekt

Noch im Jahr 2011 schien alles recht euphorisch zu sein. Ein Termin bezüglich des Bahngeländes wurde als konstruktiv, flexibel und zuvorkommend“ im „Umgang zwischen Stadt, SKB, DB und BEG“ bezeichnet. Bei dem Termin ging es hauptsächlich um eine Vereinbarung zwischen der Stadt Halver und der Schleifkottenbahn GmbH: „Die Stadt Halver wird Eigentümerin der Flächen am Bahnhof Oberbrügge und stellt sie zugleich der SKB zur Verfügung. Der Kaufvertrag ermöglicht der SKB den Betrieb einer sog. ‚Versuchsanlage in privatem Besitz’. Dafür verzichtet die SKB auf Flächen am Bahnhof Halver, auf denen die Stadt aufgrund der hierdurch geschaffenen besseren Erschließungsmöglichkeiten jetzt ihre Entwicklungsziele verwirklichen kann.“ [6]

Klaus Westensee aus Ostrohe, offizieller Sprecher von schienentaxi.com schrieb bereits im April 2010: „Wir werden offiziell für unsere Bemühungen und Anstrengungen belobigt. Gleichzeitig legt uns die Verwaltung - genauer: das Ministerium für Bauen und Verkehr in NRW - immer neue bürokratische Hindernisse in den Weg.“

Das zeugte von dem Dilemma das die Initiatoren der Schleifkottenbahn GmbH und des Projektes SchienenTaxi hatten. Beides stand nun auf einem schmalen Grad und drohte abzustürzen, wenn sich nicht kurzfristige Lösungen auf politischer Ebene ergaben. Aktuell im August 2013 mussten geplante Fahrten mit einem umgerüsteten Kübelwagen auf der Strecke von Halver nach Oberbrügge abgesagt werden, weil dafür keine Genehmigung zur Personenbeförderung auf dieser Strecke erteilt wurde.

Das Problem war die Wartung und Pflege der Strecke. Die Eisenbahn-Betriebsverordnung macht da nämlich keine Unterschiede zwischen zig tonnenschweren regulären Zügen und Autos, die für den Schienenverkehr umgerüstet wurden. Der (finanzielle) Aufwand, die Gleise den Anforderungen der Eisenbahn-Betriebsverordnung gemäß zu pflegen und zu warten stand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Und so stand das Aus für das SchienenTaxi und die Schleifkottenbahn unmittelbar vor der Tür.

 

Abriss der Eisenbahnbrücke an der Südstraße

Links: Die Brücke von unten gesehen. (Foto: © Axel Ertelt, 21.11.2013)

Rechts: Die Brücke von oben gesehen. (Foto: © Axel Ertelt, 17.11.2013)

Rund eine Woche vor dem Oktoberende 2013 wurde der Straßenverkehr unter der Eisenbahnbrücke an der Südstraße einspurig gesperrt. Dazu Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel: „Ein Brückenprüfer hat sich das Bauwerk angesehen und festgestellt, dass der Zustand des Brückenaufbaus sofortige Verkehrssicherungsmaßnahmen notwendig macht.“ Im Mauerwerk der Brücke waren bereits Löcher vorhanden und es drohten weitere Steine heraus und auf die Straße zu fallen.

Die Stadt Halver ging davon aus, dass die Schleifkottenbahn GmbH auch für die Verkehrssicherungspflicht unterhalb der Brücke zuständig wäre und sah sich daher offenbar für die finanzielle Seite nicht zuständig. Eine Sanierung der Brücke war jedoch für die Schleifkottenbahn GmbH finanziell nicht aufzubringen, zumal die Brücke auch in einem nicht benutzten Bereich lag.

„Man muss irgendwann die Reißleine ziehen“, sagte dann Mitte November 2013 der Geschäftsführer der Schleifkottenbahn GmbH, Friedrich-Wilhelm Kugel, gegenüber der Heimatzeitung. Konkret hieß dies, dass für den 16. November 2013 die Demontage der Gleise auf der Brücke vorgesehen wurde, „damit die Stadt die Brücke anschließend abreißen kann“.

Rechts: Südstraße ohne Brücke. Foto: © Axel Ertelt. 

Nachdem sich rund ein halbes Jahr nichts an der Situation der Südstraßenbrücke getan hatte, stellte das Ingenieurbüro Bockermann/Fritze bei einer Sonderprüfung Ende April 2014 fest, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist, da es im Gesimsbereich immer wieder zu Abbrüchen kommt, die im schlimmsten Fall auf den Gehweg oder die Straße fallen könnten und somit Autofahrer und Fußgänger gefährden. Genau dies soll auch bei der Begutachtung durch das Ingenieurbüro passiert sein. Die Konsequenz daraus war, dass die Brücke am 09. Mai 2014 ab 14.00 Uhr endgültig und komplett gesperrt wurde – und zwar sowohl für den Straßenverkehr als auch für Fußgänger. So fiel die nächsten Monate für die Anlieger ein größerer Umweg an. Bis zum Anfang der Sommerferien sollte die Brücke dann endgültig abgerissen sein verkündeten Christoph Stillger (Stadt Halver, Straßenbau und Verkehrsplanung) und Lutz Eicker (Stadt Halver, Ordnungsamt) optimistisch. Immerhin, die Ausschreibungen für den Abriss waren zu diesem Zeitpunkt Mitte Mai 2014 schon herausgegeben. Im Juli 2014 war es dann soweit. Die Brücke wurde abgerissen und der Verkehr konnte wieder freigegeben werden.

Das komplette Bahngelände zwischen der ehemaligen Eisenahnbrücke über die Südstraße und dem Kulturbahnhof fällt jetzt einem neuen Einkaufszentrum zum Opfer. Baubeginn auf dem großen Areal, auf dem auch ein großer Parkplatz und eine Wohnanlage mit 50 bis 60 Wohnungen entstehen soll, wird voraussichtlich im Herbst 2015 sein.

Und so steht inzwischen auch fest, dass die Bahnstrecke zwischen Halver und Oberbrügge für den normalen Eisenbahnverkehr endgültig bald Geschichte ist. Der gesamte Oberbau der Strecke müsste dafür saniert werden, was derzeit mit rund 280.000,00 € veranschlagt ist. Hinzu käme, um die Strecke für das Schienentaxi wirklich wirtschaftlich interessant zu machen ein Kostenfaktor von geschätzten 2,6 Millionen Euro in den nächsten Jahren hinzu, um die Anbindung von Oberbrügge nach Brügge zu vollziehen. Summen, die man so nicht aufbringen kann, zumal sich die Stadt finanziell heraushalten will.

 

Hat Halver seine Chance vertan?

Kugel hatte sich zuletzt wiederholt kritisch über Stadtverwaltung und Politik auf Landes- und Bundesebene geäußert, da sich diese seiner Meinung nach nicht deutlich genug für das SchienenTaxi einsetzen", schrieb Frank Zacharias in seinem Artikel vom 15. November 2013 im Allgemeinen Anzeiger. Damals versuchte laut Presse auch der Halveraner Unternehmer Werner Turck noch zwischen der Schleifkottenbahn GmbH und der Stadt Halver zu vermitteln.

Dabei hätte das Projekt SchienenTaxi mit einer Teststrecke zwischen Halver und Oberbrügge als Pilotprojekt internationales Interesse auf Halver ziehen können, was wiederum für die Halveraner Wirtschaft und damit auch für die Bürger nur von Vorteil hätte sein können.

Das Posting von  Christian G. Ludwig am 15. November 2013 auf Facebook (hier auszugsweise wiedergegeben) spiegelt die Meinung vieler Halveraner wieder: „Viel Herzblut, Engagement und eine enorme Eigenfinanzierung in den letzten Jahren für dieses, meiner Meinung nach, phantastische Projekt, möchte ich Herrn Kugel und der SKB jedenfalls aussprechen und mich trotzdem für die Bemühungen zur Realisierung bedanken. Mir persönlich würde dieses Konzept mehr bedeuten, als eine Restaurierung von Schieferhäusern für 750.000 Euro. Da ist jedoch wahrscheinlich für manche Lokalpolitiker der Prestigewert höher anzusiedeln.“

 

Online-Petition für den Erhalt der Eisenbahnstrecke

Der Lüdenscheider Torsten Lange hatte 2014 eine Online-Petition für den Erhalt der Schleifkottenbahn in Halver für den Personenverkehr und somit für die Eisenbahnstrecke zwischen Halver und Oberbrügge ins Leben gerufen. Wer für den Streckenerhalt war, konnte diese Petition an Bürgermeister Dr. Bernd Eicker mitzeichnen. Zudem bestand auch die Möglichkeit dort einen eigenen Kommentar abzugeben.

Nicht nur die Halveraner Bürger waren zur Mitzeichnung aufgerufen. Auch aus den Nachbarorten waren Mitzeichner willkommen – genauso wie Eisenbahnfreunde aus ganz Deutschland, die sich für den Erhalt eines umfassenden Eisenbahnnetzes einsetzen wollten. Doch waren es vor allem die Halveraner Bürger, die hier vielleicht etwas hätten bewirken können.

Obwohl die Petition einmal verlängert wurde und insgesamt mehr als acht Monate online stand, kamen lediglich 247 Unterstützer aus ganz Deutschland zusammen, von denen gerade einmal 69 aus Halver waren. Das ist ein trauriges Ergebnis - vor allem auch für die Halveraner Bürger, die hier kaum Interesse gezeigt haben. Denen, die diese Petition mitgezeichnet haben, ein ganz herzliches Dankeschön!

 

Simpler Radweg statt Prestigeobjekt?

Anfang November 2014 wurde scheinbar das endgültige Ende des Schienenetzes in Halver besiegelt. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Friedrich-Wilhelm Kugel, Geschäftsführer und Gesellschafter der Schleifkottenbahn GmbH, unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung. Die öffnete dem vom Bürgermeister favorisierten Radweg die Türen – vorausgesetzt die Finanzierung dafür geht klar.

Es war sogar die Abwicklung und Auflösung der Schleifkottenbahn GmbH im Gespräch. Die Gesellschafter könnten eventuell durch den Schrottwert der Schienen abgefunden werden, meinte Friedrich-Wilhelm Kugel. In Oberbrügge soll nach den Wünschen der Stadt auf der ab 2017 reaktivierten Volmetalbahnstrecke zwischen Meinerzhagen und Brügge ein Haltepunkt entstehen. Hier fährt der Zug derzeit noch durch.

Jedenfalls wäre der Haltepunkt Oberbrügge dann eines der vielleicht beiden letzten Hinterlassenschaften einer einstmals so glorreichen Eisenbahnromantik in Halver. Das zweite Erinnerungsstück ist vielleicht das alte Stellwerk in Oberbrügge, das man zusammen mit einem kurzen Gleisstück dem gemeinnützigen Verein Bergisch-Märkische-Eisenbahn e.V. (BME) vermachen möchte, damit hier eine „Heimstatt für Eisenbahnfreunde“ entstehen kann. Allerdings erklärte Stefan Heinrich, der Vorsitzende der BME, im November 2014, dass gegebenenfalls auch eine Auflösung des Vereins Bergisch-Märkische Eisenbahn e.V. zur Debatte stünde, wenn die Schienen der Trasse Halver – Oberbrügge abgebaut würden.

Der Radweg, der auf der Strecke Halver – Oberbrügge gebaut werden soll könnte, so versucht man diesen schmackhaft zu machen, als Querverbindung zwischen dem (noch gar nicht existierenden) Volmetal-Radweg und dem in Schwenke endenden Wasserquintett-Radweg dienen.

Kurz vor Weihnachten 2014 fand eine Gesellschafterversammlung der Schleifkottenbahn GmbH statt. Bei dieser Gelegenheit legte Gründungsmitglied Friedrich-Wilhelm Kugel sein Amt als Geschäftsführer nieder, da er seinen Wirkungskreis inzwischen nach Süddeutschland verlegt hat. Zu seinem Nachfolger wurde Stefan Heinrich gewählt. Wie in einem Bericht des Allgemeinen Anzeiger zu lesen war, ist das Ziel und die Hauptaufgabe der Gesellschaft nunmehr der Erhalt der Schienenstrecke. Nach den Vorstellungen der Gesellschaft sollen dann Draisinen für eine neue, touristische Nutzung sorgen. Der zukünftige Einsatz von Draisinen auf der Strecke scheint nunmehr klarzugehen, nachdem sich nach einem Pressebericht Mitte Juni 2014 dafür ein Investor gefunden hatte.

Im Rahmen des dritten „Autofreien Volmetal“, das am Sonntag, dem 21. Juni 2015, stattfand, wurde am Oberbrügger Bahnhof (Bergstraße 26) die Draisinenbahn vorgestellt und Probefahrten damit veranstaltet. Außerdem wurde zwischen dem Meinerzhagener und dem Brügger Bahnhof ein Sonderzug von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn eingesetzt.

Die Draisinenbahn kann inzwischen (fast) jeder Zeit gebucht werden und ist inzwischen fester Bestandteil im Halveraner Schienenverkehr geworden. Infos und Buchungen unter: Schleifkottendraisinenbahn (SKDB).

Oben: SKDB-Draisinen auf dem Bahnhofsgelände in Halver. Foto: © Axel Ertelt, 11.08.2015.

Spätestens seit dem Frühjahr 2016 ist bekannt, dass die Stadt Halver gerne einen rund 900 Meter langen Radweg zum Waldfreibad Herpine bauen würde, der vom Kulturbahnhof aus neben den Schienen der Schleifkottenbahn bis zum Haus Waldfrieden verlaufen soll. Von dort würde er dann in Richtung Herpine von den Schienen wegführen. Ein entsprechender Förderantrag dazu wurde 2016 bereits gestellt. Im Mai 2017 hieß es dann von Seiten der Stadt, dass der Förderantrag dafür abgelehnt worden sei. Damit ist das Thema erst einmal wieder vom Tisch, da die Stadt ohne Förderung das ganze nicht stemmen kann. Selbst mit Förderung muss die Stadt noch einen guten Teil der Kosten zuschießen.

Bei der Stadt erachtet man diesen Radweg für besonders sinnvoll. Deshalb wird ein neuer Versuch gestartet und ein neuer Förderantrag beim Bundesministerium für Klimaschutz für den Wettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ (was es nicht alle so gibt) gestellt. – Na dann, viel Glück!

 

Quellen- und Literaturhinweise

Allgemeiner Anzeiger: „Klares Ja zu Bahnhofsplänen“; Allgemeiner Anzeiger, 16.06.2016
Allgemeiner Anzeiger: „Geld für Sicherung der Bahnübergänge“; Allgemeiner Anzeiger, 28.04.2017
Arbeitskreis Oberbergische Eisenbahngeschichte: „Wuppertalbahn“; http://www.oberbergische-eisenbahnen.de/wuppertalbahn.htm [13.01.2014]
Arbeitskreis Oberbergische Eisenbahngeschichte: Wipperfürth – Anschlag“; http://www.oberbergische-eisenbahnen.de/seite1.htm [13.01.2014]
Bahnen-Wuppertal.de: Strecken im Portrait - Beyenburger Strecke  (Wupper-Talbahn)“; http://www.bahnen-wuppertal.de/html/beyenburger-strecke.html [14.01.2014]
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[1] Im Kürzel KAE, bis 1922 Kreis-Altenaer-Schmalspur-Eisenbahn AG (KAS).
[2] Daher stammt auch die Bezeichnung „Kleinbahnhof“.
[3] Genaues Zitat: „1977 fuhr der letzte planmäßige Zug die Strecke Halver – Oberbrügge.“
[4] Datum übernommen von: Christoph Riedel (s. Quellenverzeichnis; nach Wikipedia, Schleifkottenbahn war es im Mai 1995 und nach Wikipedia, Wuppertalbahn der 31. Juli 1995)
[5] „Der Begriff Kiss and ride beschreibt ein Verknüpfungsprinzip in der Verkehrsplanung. Dabei werden die Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs mit dem Auto zu einem Verknüpfungspunkt gebracht oder von dort abgeholt.“ (Zitat aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Kiss_and_ride)
[6] Nach einem Bericht der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH (BEG)
 

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