Halvers Feuerwehr

 

Tel. 112

Dies ist die bundesweit einheitliche Notrufnummer für Feuerwehr, Rettungswagen und Notarzt.

Folgende Angaben sind für die Absetzung eines Notrufes von großer Wichtigkeit und sollten der Leitstelle mitgeteilt werden:

  • Wer meldet den Notfall? Geben Sie Ihren Namen und ihre Anschrift an!
  • Was wird gemeldet? Z. B.: Feuer <> Verkehrsunfall <> Person(en)/Tier(e) in Not!
  • Wo ist der Notfall? Ort, Straße, evtl. Wohnung/Name, außerhalb Streckenkilometer falls bekannt!
  • Wie viele Verletzte/Erkrankte gibt es? Anzahl der betroffenen Verletzten/Erkrankten!
  • Welcher Art sind/ist die Verletzung(en)/Erkrankung? Soweit zu erkennen bzw. bekannt!
  • Warten auf eventuelle Rückfragen! Warten Sie auf weitere Fragen oder Anregungen von der Leitstelle!

Nach dem Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Halver, in der aktuellen Fassung beschlossen vom Rat der Stadt am 14.12.2009, ist die Löschwasserversorgung durch Hydranten in der Stadt und Löschwasserteiche in den Außenbereichen sichergestellt. Hinzu kämen vorhandene Flüsse, Teiche und Talsperren.

 

Vier Einsatzfahrzeuge (Auswahl) der Feuerwehr Halver. Fotos: © Axel Ertelt.

 

 

Löschzug 1: Stadtmitte

  

Links: Das alte Feuerwehrgerätehaus beim Rathaus. Heute Sitz des DRK. Rechts: Die neue Feuerwache in der Thomasstraße an der Ecke zur Schützenstraße. Fotos: © Axel Ertelt.

In den frühen Jahrhunderten hing in der Regel eine Brandleiter am Giebel der Häuser und zum Löschen gab es in jedem Haus ein paar Ledereimer. 1850 wurden für Halver, Glörfeld und Bommert erstmals je eine druckpumpenbetriebene Feuerspritze angeschafft. Am frühen Nachmittag des 17. Juni 1862 brach im „Hotel zur Post“ ein Brand aus, dessen Ursache nie geklärt wurde. Bald darauf stehen das Wohnhaus und die Nebengebäude in Flammen. Der Wind treibt Funkenflug in die Nachbarschaft und weitere Häuser gehen in Flammen auf. Aus Lüdenscheid, Kierspe, Breckerfeld, Glörfeld und Bommert wurden die Feuerspritzen zum Brandort gebracht. Doch dieser Großbrand vernichtete insgesamt 15 Häuser, die am folgenden Tag nur noch aus Schutt und Asche bestanden. Am 1. und 2. Juli 1881 gab es den nächsten Großbrand in Halver. Dies war endgültig dafür ausschlaggebend, dass Halver eine Feuerwehr bekam.

Am 10. Juli 1881 trafen sich tatkräftige Halveraner im „Haus zur Fuhr“ und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Halver. Nur sieben Tage später wurde die Satzung genehmigt und um 5.00 Uhr am Morgen des 24. Juli trafen sich 60 aktive Mitglieder zur ersten Übung. Ein Jahr nach Gründung wurde eine zweite Spritze angeschafft und 1892 am Ende der Tauberstraße ein Steigerturm errichtet. Im Jahr 1912 wurde dann das Gerätehaus in der Thomasstraße 20, neben dem Amtshaus (heutiges Rathaus), gebaut und in Dienst gestellt. In den 20er Jahren wurde die Ausstattung um eine Motorspritze und einen Mannschaftswagen erweitert.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933 wird im Folgejahr die Feuerwehr in Halver neu organisiert. Alle Wehren unterstehen nun der Gemeinde und die Ausrüstung geht in deren Besitz über. 1935 wurde die Feuerwehr im Amt Halver in sechs Löschzüge bzw. Löschgruppen eingeteilt. Das waren Halver, Schalksmühle (gehörte damals zum Amt Halver) Carthausen, Ehringhausen, Buschhausen und Bommert. Als Halver 1969 eine Stadt wurde, erfolgte dadurch automatisch die Trennung der Schalksmühler Feuerwehr von Halver. Schalksmühle war von nun an eine eigene Gemeinde.

1964 bekam die Feuerwehr zu den beiden vorhandenen Löschfahrzeugen ihr erstes Tanklöschfahrzeug. Ein Jahr später erfolgte ein Um- und Anbau des Gerätehauses und 1973 bekam die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug LF 16. Ebenfalls 1973 wurde der An- und Umbau des Schulungsraumes mit Küche getätigt. Den ersten Einsatzleitwagen (ELW) erhielt die Freiwillige Feuerwehr Halver 1979, der auch als Mannschaftstransportwagen (MTW) genutzt wurde. 1995 wurde ein  MTW gekauft. Einen Ersatz für den ELW gab es dann 2001 und 2007 einen neuen MTW. 1982 wurde ein Rüstwagen angeschafft, der einen einfachen Gerätewagen ersetzte. Dieser Rüstwagen wurde 2005 durch einen neuen Rüstwagen ersetzt. Ein altes Löschgruppenfahrzeug wurde 1984 durch ein neues LF 16/TS ersetzt und ein Jahr später wurde das alte Tanklöschfahrzeug durch ein neues TLF 16/25 ausgetauscht. 1992 wurde ein Gerätewagen Gefahrgut (GWG) angeschafft und im Jahr 1998 gab es Ersatz für das 1973 angeschaffte LF 16. Das neue LF 16/12 war das erste Einsatzfahrzeug mit einem 1600-Liter-Wassertank und einer Feuerlöschkreiselpumpe.

Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde 2007/2008 gebaut. Der Umzug fand im Februar 2008 statt. Am 22. Februar 2008 wechselten die Einsatzfahrzeuge von der alten Halle in der Thomasstraße 20 in die neue Halle des neuen Gerätehauses an der Ecke zur Schützenstraße auf dem ehemaligen Gelände der Kleinbahn.

 

Löschzug 2: Oberbrügge (Ehringhausen)

Der heutige Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen geht zurück auf die Gründungsversammlung vom 11. Februar 1881 in der Gaststätte von Heinrich Giersieper. Dort wurde damals die Freiwillige Feuerwehr Ehringhausen gegründet. Die Statuten wurden kurze Zeit später, am 23. Februar 1881, festgelegt und die Gründungsmitglieder sammelten Spenden um das nötigste Gerät anzuschaffen.

Der heutige Löschzug hat drei Fahrzeuge. Da ist zuerst das Mannschaftstransportfahrzeug zu nennen, das neben den Mannschaftskameraden auch einen motorbetriebenen Lüfter, Verkehrssicherungsmaterial und Bindematerial für Öle transportiert. Zudem kann in dem Fahrzeug auch eine mobile Einsatzleitung eingerichtet werden.

Zu den großen Einsatzfahrzeugen gehört das Löschgruppenfahrzeug 16/12, das bei Verkehrsunfällen das erste ausrückende Fahrzeug ist. In der Brandbekämpfung ist es das zweite ausrückende Fahrzeug. Durch seine Gruppenbesatzung und eine leistungsstarke Pumpe ist es im Brandeinsatz die ideale Hilfe zum dritten Fahrzeug.

Das dritte Fahrzeug ist das Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/20. Es dient hauptsächlich der Brandbekämpfung und der Wasserförderung über lange Strecken. Zudem ist es für die technische Hilfeleistung „Wald“ ausgelegt und dafür gut gerüstet.

 

Löschzug 3: Bommert (Anschlag)

Der heutige Löschzug Bommert wurde im Jahr 1901 als Freiwillige Löschgruppe Bommert gegründet. Im Mai 1902 erhielt die Löschgruppe ihre erste Spritze, die von Aachen mit der Bahn bis Klaswipper und von dort per Pferdegespann transportiert wurde. 1910 wurde der Entschluss gefasst einen Steigerturm zu errichten, der zum 1o-jährigen Bestehen am 10. und 11. Juni 1911 eingeweiht werden konnte.

Links: Feuerwehrgerätehaus Bommert. Foto: © Axel Ertelt.

Im Jahre 1970 wurde schließlich mit dem Bau eines massiven Gerätehauses begonnen, das am 19. Mai 1971 der Löschgruppe Bommert vom Rat der Stadt Halver in einer Feierstunde übergeben wurde. Der hölzerne Steigerturm wurde 1973 abgerissen. Im Jahr 1978 wurde die Hälfte des Gerätehauses zu einem Schulungsraum umgebaut. 1980/81 wurden eine Küche und Toiletten angebaut. Der bis heute letzte große An- bzw. Umbau erfolgte 1993 bis 1996. Dabei wurde eine Fahrzeughalle angebaut, wozu mehr als 2.000 Stunden in Eigenleistung erfolgten. Das bestehende Gebäude wurde dabei komplett zum Schulungsbereich umgestaltet.

Am 8. September 1995 konnte ein neues TSF-W Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft werden, das einen 500-Liter-Wassertank besaß. Das war das erste wasserführende Fahrzeug der Löschgruppe Bommert, die 2013 offiziell zum Löschzug Bommert wurde. Heute stehen dem Löschzug zwei Fahrzeuge und ein Anhänger zur Verfügung.

Bei den Kreisleistungswettbewerben der letzten Jahre hat der Löschzug Bommert die Halveraner Feuerwehr bestens vertreten:

  • 2010 mit 1 Löschgruppe = 3. Platz
  • 2011 mit 1 Löschgruppe = 2. Platz
  • 2012 mit 2 Löschgruppen = 1. und 2. Platz
  • 2013 mit 2 Löschgruppen = 1. und 4. Platz
  • 2014 mit 2 Löschgruppen = 1. und 3. Platz
  • 2015 mit 1 Löschgruppe = 1. Platz
  • 2018 mit 2 Löschgruppen = 1. und 3. Platz

Das alte Gerätehaus in Bommert entspricht heute in keiner Weise mehr dem Standard und die beiden Garagenstellplätze sind für Großfahrzeuge nicht geeignet. Die Anfang 2018 vorhandenen 35 aktiven Feuerwehrleute des Löschzugs 3 müssen sich dort mit Provisorien behelfen, was kein Dauerzustand mehr sein sollte. Mittelfristig muss ein neues Gerätehaus für den Löschzug 3 her. Derzeit (März 2018) sucht man von Seiten der Stadt einen neuen Standort, der künftig in Anschlag beheimatet sein soll.

 

Löschzug 4: Buschhausen

Am 25.06.1898 gab es eine Versammlung einiger Buschhauser Bürger, die berieten, wie bei einem Brand schnelle Hilfe geleistet werden könnte. Das Ergebnis besagte, dass dies nur mit einer eigenen Feuerwehr möglich sei. Der Verein „Freiwillige Feuerwehr Buschhausen“ wurde gegründet.

Anfangs war die Ausstattung und Ausrüstung der Buschhauser Feuerwehr recht primitiv. Im Laufe der Zeit konnte manches in Selbsthilfe oder mit der Unterstützung der Gemeinde verbessert werden. Finanzierung und Ausrüstungsbeschaffung lag in Vereinshänden und wurde über einen Mitgliedsbeitrag ermöglicht. Auch eine jährliche Sammelaktion wurde durchgeführt, was bis heute noch Tradition hat. Von 1923 bis zum Zweiten Weltkrieg hatte die Buschhauser Feuerwehr auch einen Musikzug.

Am 9. Oktober 1927 konnte dann der erste Spatenstich für einen Steigerturm gemacht werden, der nach viel Eigenleistung und Spendenbereitschaft zum 30-jährigen Bestehen am 24. Juni 1928 eingeweiht wurde. Im Jahr 1934 gab es auch bei der Buschhauser Wehr eine entscheidende Veränderung durch ein neues Gesetz. Die Wehr verlor ihren Vereinscharakter und wurde als Löschzug Buschhausen in Halvers Amtsfeuerwehr eingegliedert. 1945 konnte eine Motorspritze aus Wehrmachtsbeständen angeschafft werden, die die alte Handdruckspritze ersetzte. In den Jahren 1951/52 wurde aus größtenteils eigenen Mitteln ein gummibereifter Wagen umgebaut, auf dem die Motorspritze, Schlauchhaspel und Schläuche untergebracht waren. Die Stadt Halver übergab der Wehr 1960 eine neue Motorspritze und stattete sie zwei Jahre später mit einem VW-Löschfahrzeug aus.

Der Steigerturm wurde 1973 abgebrannt und durch ein Gerätehaus ersetzt, das im September gleichen Jahres eingeweiht wurde. Nach 16 Dienstjahren wurde das alte Löschfahrzeug ausgemustert und von der Stadt Halver durch ein  moderneres ersetzt. 1980 wurde ein Anbau mit sanitären Anlagen an das Gerätehaus errichtet. 1986 wurde aus eigenen Mitteln ein altes Unimog-Feuerwehrfahrzeug gekauft und in Eigenleistung instand gesetzt. Seit März 1987 erfüllte es dann voll die Funktion eines TLF 8. Im Jahr 1991 wurde das Gerätehaus um eine Fahrzeughalle erweitert und 1997 bekam Buschhausen mit Hilfe eines Landeszuschusses ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug.

Durch die Umstrukturierung Mitte des Jahres 2013 wurde aus der Löschgruppe Buschhausen der Löschzug 4 der Freiwilligen Feuerwehr Halver.

 

Ehemalige Löschgruppe Carthausen

Früher gab es in Carthausen noch eine eigenständige Löschgruppe. Diese wurde jedoch im Jahre 2011 aufgelöst. Die Mitglieder aus Carthausen wurden in die angrenzenden Einheiten Buschhausen und Stadtmitte aufgeteilt.

 

Die Jugendfeuerwehr

Im Jahr 1972 beschloss die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Halver eine eigene Jugendfeuerwehr zu gründen. Deshalb gab der damalige Löschzugführer Ernst Adolf Plate eine entsprechende Zeitungsanzeige auf. Die fand bei der Halveraner Jugend reges Interesse. So kamen zum aufgerufenen Zeitpunkt, am 16. August 1972, genug Jugendliche zusammen, die sich am (alten) Feuerwehrgerätehaus in der Thomasstraße trafen, um am 23. August die Jugendfeuerwehr Halver zu gründen.

Neben grundlegenden feuerwehrtechnischen Aufgaben steht bei der Jugend auch Sport und Freizeit auf dem Plan. Jeder kann bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, wenn er im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ist. Bei Interesse einfach mal vorbeischauen. Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 32 Mitglieder (28 Jungen, 4 Mädchen) und trifft sich jeden Montag ab 18.00 Uhr am (neuen) Feuerwehrgerätehaus in der Thomasstraße

In der Regel gibt es einmal im Jahr eine 24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2014 fand diese beispielsweise am letzten Wochenende im Juni statt. Zu bewältigen waren dabei die Bekämpfung eines Mülltonnenbrandes und eines Holzstapels, sowie mehrere Rettungseinsätze. Bei einem Rettungseinsatz musste ein verunglückter Angler, der sich den Fuß gebrochen hatte, mit einem Schlauchboot über die Volme transportiert werden, um dann am Ufer dem Rettungsdienst übergeben zu werden. Bereits in der Nacht von Freitag auf den Samstag gab es eine Vermisstenmeldung, zu der die Jugendfeuerwehr ausrücken musste. Als diese jedoch am Einsatzort ankam, tauchte die vermisste Person plötzlich wieder auf und der Einsatz konnte als Fehlalarm verbucht werden. So richtig ernst wurde es dann am Samstagnachmittag, als sie zu einer gemeldeten unklaren Rauchentwicklung zu einer Lagerhalle in Oeckinghausen aufbrachen. Die dortige Rauchentwicklung wurde bereits seit Stunden mit Nebelkanonen simuliert. Es galt dann zunächst zwei vermisste Personen aus der Halle zu bergen. Dazu musste die Atemschutzausrüstung angelegt werden und die Vermissten mittels einer Wärmebildkamera entdeckt werden. Nachdem diese dann geborgen waren galt es den Brandherd zu finden und zu löschen. Alles in Allem war es eine gute und realistische Übung, mit der die Jugendlichen auf den künftigen Dienst vorbereitet wurden.

 

Muss das sein? – Ein unnötiger Großeinsatz

Ohne die Tätigkeit der Feuerwehr schmälern zu wollen – es ist gut, dass es sie gibt und dass sie immer schnelle Hilfe leistet. Aber manchmal werden ihr Einsätze aufgegeben, die wirklich nicht hätten sein müssen. Ein krasses Beispiel dazu ist der folgende Fall:

Am Sonntagmorgen (20.02.2017) gegen 5.00 Uhr erreichte ein Notruf die Polizei in Halver. Die Meldung: Hilferufe aus einer Wohnung. Rund zwei Minuten später kam ein Streifenwagen der Polizei mit Blaulicht vorgefahren. Ein Rettungswagen war vorsorglich direkt angefordert worden. Aus einer verschlossenen Wohnung kamen die Hilferufe einer 88-jährigen Frau. Erstes Klopfen und Rufen des Polizeibeamten ergab, dass offensichtlich kein akuter Notfall vorlag, so dass die Tür nicht aufgebrochen (= eingetreten) werden musste. So meinte der Polizist zu seiner Kollegin, dass man die Feuerwehr zum Türenöffnen anfordern müsste. Der Nachbar, der die Polizei gerufen hatte, sagte daraufhin zu den Beamten, dass die Diakonie einen Schlüssel habe, da diese die Dame bereits mehrmals am Tag betreute. Diesen Hinweis gab er zweimal. Doch die Polizisten schien das nicht zu interessieren, denn sie reagierten in keinerlei Weise darauf. Während draußen bereits die Rettungssanitäter mit dem Rettungswagen warteten, wurde von der Polizei die Feuerwehr zum Türenöffnen angefordert.

Gute zehn Minuten später betrat dann ein einzelner Feuerwehrmann das Haus und ließ sich den Sachverhalt von der Polizei schildern. Dann musterte er die Wohnungseingangstür und meinte (sinngemäß) lapidar: „Ja, wenn die Tür nicht abgeschlossen ist, dann ist es einfach sie zu öffnen. Wenn sie abgeschlossen ist, dann wird es etwas schwieriger!“ Und nach einer kurzen Pause: „Dann will ich mal den Kollegen mit dem Werkzeug anfordern!“ In diesem Moment wiederholte der Nachbar zum dritten Mal den Hinweis, dass der Pflegedienst einen Schlüssel habe. Doch wieder schien dies niemanden zu interessieren. Inzwischen waren seit der Anforderung der Feuerwehr zum Türenöffnen rund 15 Minuten vergangen. Und die Zeit verstrich weiter. Nach etwa weiteren zehn Minuten, nachdem der erste Feuerwehrmann seinen Kollegen angefordert hatte, ertönte aus der Ferne ein Riesenspektakel; das immer näher kam. Schließlich hielten vor dem Haus drei große Feuerwehrfahrzeuge, einschließlich des Hubwagens, die allesamt mit Blaulicht und Martinshorn vorgefahren kamen. Danach sprangen mindestens 20 Feuerwehrleute im und vor dem Haus herum. Einer von ihnen holte dann ein Werkzeugköfferchen aus einem der Wagen und machte die Tür ganz schnell auf. Übrigens dauerte der Einsatz eine geschlagene Stunde vom Eintreffen der Polizei bis zur Abfahrt des Rettungswagens, der als letzter den Schauplatz verließ.

Welch enorme Kosten hätte man sich bzw. dem Steuerzahler sparen können wenn die Polizei nicht die Feuerwehr, sondern den Pflegedienst mit dem Schlüssel benachrichtigt hätte, denn diese ist rund um die Uhr rufbereit und wäre nach eigenen Angaben innerhalb von fünf Minuten vor Ort gewesen.

 

Feuerwehr Halver veranstaltet erstmals Kreisleistungsnachweis

Zum ersten Mal in ihrer 137jährigen Geschichte veranstaltete die Feuerwehr Halver den Wettbewerb des Kreisleistungsnachweises am Samstag, dem 5. Mai 2018. Beginn war um 7.30 Uhr und das Ende gegen 17.00 bis 18.00 Uhr (nach Planung). Die Innenstadt wurde dazu autofrei, denn In der Frankfurter Straße und der Bahnhofstraße fanden die hauptsächlichen Wettbewerbe statt. Gesperrt wurden aber auch Teile der Mittelstraße, der Thomasstraße und der Schulstraße. Alle betroffenen Straßen mussten dafür bis spätestens Samstagmorgen 5.00 Uhr leer von Autos, auch der Anlieger, sein. Autos die dann noch da stehen, werden abgeschleppt wurde im Vorfeld per Zeitung angedroht.

  

Die Bilderfolge zeigt die Feuerwehr der Stadt Plettenberg beim Kreisleistungsnachweis am 5. Mai 2018 bei ihrer Löschaufgabe in der Bahnhofstraße. Fotos: © Axel Ertelt.

 

Der leichtathletische Teil des Wettkampfes fand in Form eines 400-m-Hindernislaufes im Rathauspark statt. In der Lindenhofschule wurde der theoretische Teil absolviert. Erwartet wurden rund 800 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis mit ihren Fahrzeugen im Laufe des Tages. Die Halveraner Wehr begann bereits am frühen Morgen, da sie anschließend noch gewaltige logistische Aufgaben der Veranstaltung zu stemmen hatte. Dabei wurde sie vom Halveraner DRK und dem Halveraner THW unterstützt. Im Bereich des Busbahnhofes und des dortigen Umfeldes befanden sich Stände, die für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher sorgten. Auf dem Sparkassenvorplatz wurde Musik vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Menden  gespielt. Die Geschäfte in der Innenstadt waren wie an jedem Samstag geöffnet, wobei einige sogar verlängerte Öffnungszeiten bis 16.00 Uhr anboten. Als besonderes Highlight gab es eine Showeinlage aus Feuerwehrsenioren der Halveraner Feuerwehr mit einem 56 Jahre alten Löschfahrzeug. Ein Oldtimer ganz besonderer Art zwischen all den modernen Fahrzeugen. Angesichts des großen Erfolges soll 2019 der Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren noch einmal in Halver stattfinden. 

  

Weitere Informationen

Feuerwehr Halver: http://www.feuerwehr-halver.de/

 

Literatur- und Quellenverzeichnis

Baankreis, Wesley: „Besondere Herausforderung“; Allgemeiner Anzeiger, 01.07.2014
Förderverein der Feuerwehr der Stadt Halver e.V.: Informationen von der Homepage der Feuerwehr Halver; www.feuerwehr-halver.de [04.05.2018]
Hesse, Florian: „Ein Feuerwehrgerätehaus – und vielleicht mehr?“; Allgemeiner Anzeiger, 27.03.2018
Hesse, Florian: „Feuerwehr Halver holt den Wettkampf in die Stadt“; Allgemeiner Anzeiger, 28.04.2018
Hesse, Florian: „Kreisleistungsnachweis: Neuauflage nächstes Jahr“; Allgemeiner Anzeiger, 08.05.2018
Panne, Olaf: „Geschichte der Feuerwehr Bommert“; www.feuerwehr-halver.de, [07.05.2018]
Schliek, Klaus: „Letzter Schliff für Feuerwehr“; Allgemeiner Anzeiger, 04.05.2018
Schliek, Klaus: „Die Stadt fest in der Hand der Feuerwehr“; Allgemeiner Anzeiger, 07.05.2018
 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 13.08.2018 15:15:05 Uhr.