Kirmes 2014

 

Impressionen von der Halveraner Kirmes 2014

In diesem Jahr war das Fahrgeschäft „Artistico“ (links) von Schausteller Lutz Köhrmann in Halver. Das hatte Köhrmann zwei Jahre zuvor neu für einen Preis von 1,8 Millionen Euro erworben.

Das „Artistico“ ist eine Art Schwingschaukel mit einer Höhe von 30 m, die vor dem Kulturbahnhof aufgebaut war. Wenn die Schaukel auf ihrem höchsten Stand angekommen ist, sitzen die Fahrgäste in einer Höhe von rund 46 m kopfüber nach unten.

Ebenso hoch hinaus gings es in einem Klassiker, dem Riesenrad. Das war auf dem Vorplatz der Sparkasse aufgebaut. Der Auf- und Abbau dieses Karussells ist mit der Aufwändigste unter den diesjährigen Fahtgeschäften in Halver gewesen. Die Erinnerungen an die eigene Jugendzeit wurden allerdings hier etwas getrübt, weil dieser Schaustellerbetrieb mit seinen Fahrzeugen den Gehweg zum Alten- und Seniorenheim Haus Waldfrieden blockierte (siehe dazu näheres im nachstehenden Bericht der Hilfe für Behinderte.)

Blick auf den Star-Flyer" von Anja Götzke im Hintergrund. Dabei handelt es sich um das 1. höchste transportable Kettenkarussell der Welt mit einer Höhe von 55 m, das an einem Turm in die Höhe gezogen wird und einen grandiosen Ausblick auf Halver und die Kirmes bietet.

Auf dem rechten Bild ist mittig im Hintergrund noch einmal der Star-Flyer" zu sehen. Links im Bild befindet sich die Achterbahn Crazy Mouse" von Schausteller Thilo Janßen.

Trotz seines recht jungen Alters von gerade 25 Jahren ist Thilo Janßen bereits ein sehr erfahrener Schausteller in der siebten Generation. Die Gondeln, die sich während der Fahrt auch um die eigene Achse drehen absolvieren hier eine Schienenlänge von 420 Metern über mehrere Ebenen.

Der Eingangsbereich der Crazy Mouse" ist auf dem Bild darunter (rechts) zu sehen. Der Aufbau der Anlage nimmt zwei volle Tage in Anspruch. Immerhin müssen dazu Schienenstränge, Stützpfeiler und Gondeln verbaut werden, die ein Gesamtgewicht von rund 65 Tonnen haben. Allein zum Transport der Crazy Mouse" werden ganze fünf LKWs benötigt. Zwei weitere Fahrzeuge ziehen den Wohnwagen und den Wagen fürs Personal. (Mehr Infos: http://www.crazy-mouse.info/)

Auf dem Bild unten ist der Autoskooter" für die kleinen Kinder. Dieser ist der Crazy Mouse" auf dem Bahnhofsgelände direkt gegenüber gewesen. Schon die kleinsten Kinder konnten hier ihren Spaß haben, der dem der Großen in nichts nachstand.

Unten ist dann auch der Autoskooter" für die großen Kinder. Der befand sich wie immer an seinem Stammplatz auf dem Parkplatz des Kulturbahnhofs.

Unten ein Blick von der Kreuzung in den Bereich des ZOB. Er zeigt den großen Besucherstrom am Sontagnachmittag.

Rechts: Der Trampolin - Spaß für die kleinen Kirmesbesucher. Ihnen machte es große Freude 3 Meter oder höher zu fliegen. Ent-sprechend gut waren die Tram-polins dann auch immer besucht. Der Standort war wieder am Kulturbahnhof.

Wie gut die Kirmes am Sonntag besucht war zeigen auch die beiden nachstehenden Bilder aus der Bahnhofstraße.

Links: Blick in die überfüllte Frankfurter Straße. Trotz Tausender Kirmesbesucher an den vier Kirmestagen gab es für die Polizei, die auch vor Ort präsent war, und für die Rettungssanitäter des DRK nur wenig und nichts spektakuläres zu tun.

Die Abbau und Aufräumarbeiten nahmen fast noch den gesamten Dienstag in Anspruch. Und erst am Mittwoch war von der Kirmes praktisch nichts mehr zu sehen.

Text: Axel Ertelt

Fotos: Axel Ertelt (10) und Claudia Ertelt (1)

Benutzte Quellen: Siehe Quellenverzeichnis im Hauptmenü: Halveraner Kirmes.

 

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Auch das waren Impressionen der Kirmes 2014
(aus der Sicht einer Rollstuhlfahrerin)  
 
Dieser Teil zur Halveraner Kirmes 2014 wurde exklusiv für diese Homepage
von der Hilfe für Behinderte zusammengestellt.
 
„Immer dieses dämliche Pflaster. Eine Zumutung für uns Rollstuhfahrer bei jeder Veranstaltung - nicht nur bei der Kirmes! Ob Halver jemals behindertengerecht wird? Ich glaube langsam nicht mehr daran. In jedem Loch, in jeder Ritze des Plasters bleibt man ruckhaft stecken. Und das Ganze ist so uneben und ruckelig, dass man ja schon davon seekrank wird...
 
Da wird wochenlang lieber die Straße gesperrt und aufwändig und kostenintensiv neu verfugt anstatt preiswert mal mit etwas Asphalt etwas für uns Behinderte zu machen. Und für unsere Helfer, die uns mühsam hier über dieses blöde Pflaster schieben müssen, ist es nicht minder unangenehm. Nur komisch, dass so etwas nie erwähnt wird. Die lokale Presse informiert da leider auch nur einseitig.
 
Was wir Behinderte uns auch noch wünschen würden, wäre ein öffentliches Behinderten-WC. Dies könnte vielleicht im Bereich des ZOB oder am Alten Markt errichtet werden. Dann könnten auch wir die Kirmes mal länger als nur ein bis zwei Stunden besuchen..."
  
Diese beiden Schausteller-Sattelzüge des Riesenrad-Betreibers blockierten über einen Zeitraum von 7 Tagen (der vordere LKW) bzw. 6 Tagen (der hintere LKW) den Gehweg im Herpiner Weg in voller Breite.
 
Rolli-Nutzer, Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen mussten nebenher über die schmale Gasse auf der Straße laufen, zumal der gegenüberliegende Gehweg für Rollstuhlfahrer im Bereich des (aus dieser Sicht vorderen Baumes) unpassierbar ist. Er ist an dieser Stelle so eng, uneben und holperig, dass ein Durchkommen mit einem Rollstuhl nahezu unmöglich, zumindest aber mit extremen Risiken verbunden ist.
 
„Verflixt, jetzt muss ich mit meinem Rollstuhl wegen dieser Straßen-Terroristen schon wieder auf die Straße ausweichen! Auf den rechten Bürgersteig kann ich nicht, denn da komme ich ohne fremde Hilfe nicht an dem ersten Baum vorbei. Und auf der Straße ist es auch extrem gefährlich, da manche Anlieger hier permanent vorbeirasen wie Schumi auf dem Nürburgring..."
 
Diese Sorgen der Rollstuhlfahrerin sind berechtigt, denn während der sieben Tage an denen diese Schausteller-LKWs hier ununterbrochen den Bürgersteig blockierten, ohne dass Halvers Ordnungsmacht etwas dagegen unternommen hätte, hat es hier einige gefährliche Situation gegeben.
 
Von der anderen Seite aus gesehen sieht das Ganze aus der Sicht der Rollstuhlfahrerin noch viel bedrohlicher aus - zumal, wenn dann an der gegenüberliegenden Seite viele Autos parken. Dann ist es so eng, dass die großen LKWs zur Firma Jung-Boucke hier so langsam vorbeifahren, dass jeder Fußgänger schneller ist.
 
„Wenn man im Fernsehen in den Doku-Soaps wie ‚Achtung Kontrolle‘ (Kabel 1) sieht, wie gegen solche Gehwegparker vorgegangen wird, dann muss man ja fast den Gerüchten glauben, dass die Stadt Halver dies stillschweigend duldet um ja niemanden zu verärgern, der dann vielleicht nicht mehr nach Halver kommen würde..."
 
Zu dem Gehwegparken, das übri-gens ein gravierender Verstoß ge-gen die Straßenverkehrsordnung ist und normalerweise mit einem Bußgeld geahndet wird, kommt ein ganz gravierender weiterer Verstoß in diesem Fall (bei beiden LKWs) hinzu: Der Tatbestand der völlig ungesicherten Ladung auf den Aufliegern!
 
Diese drei Fotos zeigen Holzstapel, bestehend aus Klötzen, Kanthölzern und Bohlen, die vermutlich als Unterlage zum Ausgleich unebener Böden fungieren. Diese liegen lose und ungesichert auf den Aufliegern und können somit leicht beim Bremsen, Anfahren oder auch in Kurven bei der Fahrt ins Rutschen kommen und als Geschosse von den Aufliegern heruntersausen. Wehe dem, der dann gerade im Wege steht. Der hat kaum eine Überlebenschance. Und so - mit dieser ungesicherten Ladung - kamen die Schausteller-LKWs im Herpiner Weg angefahren, und so fuhren sie auch wieder weg. Da fragt man sich doch unwillkürlich, ob die mit ihrem Riesenrad genauso nachlässig umgehen... (AE)
 
Alle Fotos zum Bericht: © Axel Ertelt/Halver
 
Reaktionen auf den vorstehenden Bericht
 
„Habe am vergangenen Wochenende mehrmals den Herpiner Weg befahren - über mehrere Tage das gleiche Bild. Einfach traurig! (Herbert L., 24.06.2014)
 

  
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 26.07.2015 17:32:03 Uhr.
 

 


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